Am vergangenen Samstagabend fand in der Erweckungshalle des Glaubenszentrums in Bad Gandersheim der erste „Erweckungsgottesdienst“ des neuen Bibelschuljahres 2009/10 statt. Diese besonderen Gottesdienste sind monatlich stattfindende große Events in der über 1000 Besucher fassenden Erweckungshalle der bekannten Bibelschule mit großem Konferenzzentrum.

Als Gastprediger war Evangelist Reinhard Bonnke angereist.
Die Halle war bis auf den letzten Platz mit 1200 Besuchern gefüllt, in zwei Overflow-Räumen mit Videoübertragung – darunter ein Raum für Familien mit kleinen Kindern – waren weitere 100 Gäste dabei. Durch den Gottesdienst führte Pastor Gerry Klein, Bibelschulleiter des Glaubenszentrums.
Von Beginn an herrschte eine
fröhliche und erwartungsvolle Stimmung. Nach der Vorstellung der Bibelschule als des Herzstückes des Glaubenszentrums und einer Zeit des Lobpreises, stellte Reinhard Bonnke die CfaN-Arbeit in einem eindrucksvollen Videoclip mit den Zahlen der ausgefüllten Entscheidungskarten der Großevangelisationen in Afrika vor.
Dabei stellte der Evangelist aber klar, dass er nicht so groß angefangen hatte. Ganz im Gegenteil: Anfangs waren kaum Menschen zu seinen Versammlungen gekommen. Doch Gott bestätigte sein Wort durch Heilungen, die nicht verborgen blieben. So stiegen die Zuhörerzahlen, bis irgendwann Zeltveranstaltungen nicht mehr möglich waren.
Eine heutige Großevangelisation mit ca. 1 Mio. Besuchern, wie sie gerade jetzt wieder in Nigeria durchgeführt wird, kostet ca. 750.000 €. Diese Gelder kommen allein durch Spenden zusammen, weshalb auch das Opfer des Gottesdienstes für die nächste CfaN-Großevangelisation eingenommen wurde.
Reinhard Bonnke leitete dann in seine Predigt über. Er sprach über die Erfüllung der 120 Jünger mit dem Heiligen Geist am Pfingstfest gemäß Apostelgeschichte 2.
Die erste Gemeinde begann wie ein Orkan. Wir sollen einen Ort bieten, an dem das Feuer Gottes brennen kann, damit wir im Einklang mit seinem Herzen sind.
Immer wieder ließ der Evangelist eigene Erlebnisse in seine Predigt einfließen. So berichtete er zum Beispiel darüber, dass Gott ihn herausgefordert hatte, zu einem Todeskandidaten, der als Nächster gehenkt werden sollte, sobald der Henker das nächste Mal ins Gefängnis kommen würde, zu gehen. Er sollte diesem sagen, dass Gott ihn befreien und in seinen Dienst berufen würde. Jahre später traf Bonnke ihn tatsächlich als Pastor einer Ortsgemeinde im Kongo wieder.
Dass sich auf jedem Haupt der 120 Männer und Frauen im Obersaal in Jerusalem eine Flamme niedersetzte, zeigt, dass dieses Geschenk Gottes kein Lotteriegewinn, sondern die Salbung für jeden ist.
Unsere Schwachheiten ziehen den Heiligen Geist an.
Auf die Frage „Wer braucht den Heiligen Geist?“ gingen viele Hände hoch. Begeisterung war unter den Gästen zu spüren. Die Menschen der ersten Gemeinde in Jerusalem sprachen in allen Sprachen der Welt – das zeigt ganz deutlich, dass diese Gabe für alle Menschen der Welt in allen Sprachen ist; eben ein Geschenk Gottes für jeden. Deshalb sollte jeder von uns ein Wohnort des Heiligen Geistes sein.
Reinhard Bonnke leitete dann zum zweiten Teil seiner Predigt über: „
Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen ...“ (Lukas 13,24). Er nutzte ein sehr anschauliches Beispiel, um die Anwesenden einzuladen, alle Lasten, insbesondere Stolz und Hochmut, Drogen, Ängste, Zwänge und auch Nikotin, vor dem Kreuz Jesu abzuladen. Auch wenn wir es schon mal versucht haben und gescheitert sind, dürfen wir nicht aufgeben.
Gott liebt Sünder! Er kam, um sie zu befreien.
Dem anschließenden Aufruf leisteten hunderte Menschen Folge und kamen nach vorne zum Altar, darunter auch
sieben, die Jesus zum ersten Mal in ihr Leben einluden. Zum Abschluss des Gottesdienstes, bevor Reinhard Bonnke Richtung Afikpo in Afrika abreiste, betete er noch für Heilung und wurde anschließend selbst vom Glaubenszentrum gesegnet