Liebe Missionspartner,

altwie jubelt mein Herz, wieder nach Ibadan gehen zu können. Ich bin voller Glauben und Erwartung für diese Treffen in der zweitgrößten Stadt Nigerias mit über 6,5 Millionen Einwohnern im Ballungsgebiet. 6,5 Millionen! Das sind in etwa genauso viel wie im gesamten Ruhrgebiet und doppelt so viel wie in Berlin. Es ist eine gigantische Metropole. Weiter unten findest du weitere Informationen zu unserer Kampagne in Ibadan.

Wir waren vor genau 8 Jahren dort. Es war ein außerordentliches Wunder! Wir erlebten die zweitgrößte Veranstaltung, die CfaN jemals sah. Durch den immensen Zuwachs der afrikanischen Städte durch die Landflucht und die unglaublich vielen Kinder und jungen Leute, die die Bevölkerungsexplosion mit sich bringt, wissen wir uns vom Herrn wieder in diese Metropole geführt. Immer noch gibt es Millionen, die Jesus als ihren Herrn und Retter noch nicht angenommen haben. Die Gemeinden und Pastoren sehnen sich nach dem Wind, der ihr Feuer, ihre Glut entfacht, so dass die Flammen wieder hoch emporlodern.

Wir haben das Empfinden, dass wir nach Ibadan ziehen und genauso wie einst der Prophet Elia sagen können, dass wir es bereits sehr „rauschen“ hören.

Du merkst, wie ich bereits jetzt voller Glaubenserwartung bin. Bitte lies die Informationen unten sorgfältig – und wenn möglich betend – durch, es liegt mir wirklich auf dem Herzen, dich als Beter und Unterstützer hinter dieser bedeutenden Evangelisation zu wissen.

Ich bin mir absolut sicher, dass wir dank der Gnade des Herrn auch in der laufenden Saison 2009/2010 wieder sehen werden, wie Millionen kostbarer Menschen zum Herrn kommen. Das ist es, warum er auf diese Welt gekommen ist. Damit das Verlorene gerettet wird.

Danke, dass du dich im Gebet und mit deinen Gaben für Ibadan und die anderen Städte an unsere Seite stellst. Jetzt gilt es!

In Jesus verbunden

Evangelist Reinhard Bonnke

 

Ibadan – die gewaltige Metropole der Yoruba

altDie überwältigende Metropole Ibadan im Bundesstaat Oyo ist eine der größten Städte des afrikanischen Kontinents. Weit über 6,5 Millionen Menschen wohnen im Ballungsgebiet, es ist das Zentrum der Yoruba.

Die Yoruba sind mit ca. 120 Millionen Menschen eine der größten ethnischen Gruppen in Westafrika und bilden eher eine Sprachgruppe als ein gemeinsames Volk. Ein großer Teil von ihnen lebt im Westen Nigerias, so dass etwa 21 % aller Nigerianer Yoruba sind. Charakteristisch für die Kultur der Yoruba ist die frühe Gründung von Städten. Bereits im Mittelalter zählten die größten Städte 100.000 Einwohner.

Die Stadt liegt 160 km nördlich von Lagos. Nach etwa dreistündiger Fahrt auf einer gut ausgebauten Autobahn, die durch den südlichen Regenwaldgürtel führt, erreicht man die Stadt und ist im Vergleich zu der schwülheißen Hafenmetropole angenehm überrascht von dem sich bietenden Stadtbild. Der Straßenverkehr läuft reibungsloser, die Leute sind entspannter und alles ist weniger hektisch und chaotisch. Doch zwischen den gigantisch sich ausdehnenden Ansammlungen von Wellblechdächern gibt es viel Not und Elend. Ibadan ist zwar eine bedeutende, aber keine besonders wohlhabende Stadt.

Trotzdem besitzt sie in mancherlei Hinsicht eine nationale Vorreiterrolle. Zum Beispiel hatte sie die erste Universität Nigerias, die erste Fernsehstation Afrikas, das erste moderne Fußballstadion und anderes mehr. Neben zahlreichen Einrichtungen für Wissenschaft und Bildung spielt die Hauptstadt des Bundesstaates Oyo als Handels- und Industriestandort eine wichtige Rolle in der Region.

Der Name der Stadt kommt von „Eba Odan“, das wörtlich „zwischen Wald und Steppe“ bedeutet. Bis 1970 galt Ibadan als die größte Stadt Afrikas südlich der Sahara. Sie liegt strategisch günstig an der Eisenbahnlinie von Lagos nach Kano, der drittgrößten Stadt Nigerias.

Nahezu nach jeder unserer Groß-Evangelisationen verabschieden sich die Organisatoren und Pastoren von Reinhard Bonnke mit einem brennenden Wunsch in ihren Herzen: „Bitte, evangelisiere bald wieder in unserer Stadt!“ Genau 8 Jahre sind jetzt darüber vergangen, dass das CfaN-Team eine mächtige Veranstaltung in dieser zweitgrößten Stadt Nigerias abhalten durfte.

In den 8 Jahren haben die Metropolen Nigerias ein unglaubliches Bevölkerungswachstum erlebt. In einer Studie der UN wird Lagos als eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt bezeichnet. 1950 lebten dort rund 290.000 Einwohner und im Jahr 2010 werden es voraussichtlich 20 Millionen sein. Das Wachstum beträgt über 3.000 Personen pro Tag. In Ibadan sieht es kaum anders aus. Das immense Wachstum ist allein schon Grund genug für einen erneuten evangelistischen Großeinsatz in dieser Stadt. Denn „Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2,4).

Video Message
Gemeinsam mit seinem Team hat unser Westafrika-Repräsentant John Darku in unermüdlicher Arbeit generalstabsmäßig alle organisatorischen Vorbereitungen für die Evangelisation auf den Weg gebracht. Nach bewährtem Muster wurde die Stadt in Zonen aufgeteilt, und 16 unterschiedliche Planungskomitees ins Leben gerufen, um alle organisatorisch notwendigen Aufgaben bewältigen zu können, unter anderen für Sicherheit, Medien, Transport, Musik, die Planung der Feuerkonferenz usw.

Am 17. Juli begannen die verschiedenen Komitees mit einer Eröffnungssitzung in der Assemblies of God Church in Mokola, Ibadan ,ihre Arbeit. Erzbischof J.A. Akinfenwa, Vorsitzender des Leitungskreises der Kirchen und Gemeinden für die Evangelisation freut sich, dass Reinhard Bonnke Ibadan als Ort gewählt hat, um sein 50-jähriges Dienstjubiläum mit den Menschen zu feiern. In seiner Rede auf der konstituierenden Sitzung sagte er, dass diese zweite Kampagne mit Evangelist Bonnke das Evangelium von Christus mit neuer Salbung und völliger Befreiung bringen wird. “Alles, was wir als Gemeindeleiter tun müssen, ist die Vergangenheit zu vergessen; jeden Akt, der Uneinigkeit hervorbringen kann zu beseitigen und für die Errettung der Seelen der Sünder während der Evangelisation zu beten.“

Bedeutsam ist vor allem das Komitee für die große Gruppe der Seelsorgehelfer. Sie werden während der Veranstaltung überall in der Menschenmenge stehen, um den Neuentschiedenen das Nacharbeitsbüchlein auszuhändigen, ihnen praktische Hilfe beim Ausfüllen der Entscheidungskarte zu geben und sie auf ihren ersten Schritten in der Nachfolge Jesu zu begleiten. Es sind in den Gemeinden zahlreiche Schulungszentren für die 10 Lektionen des CfaN-Seelsorgehandbuches geschaffen worden. Zum intensiven Selbststudium erhielten alle Seelsorgehelfer vorab ein Exemplar des Nacharbeitsheftes. Diese Seelsorger werden später auch neubekehrte Christen besuchen, sie in die Gemeinden einladen, für sie beten und so ein wichtiges Brückenglied darstellen.

Auch die Komitees für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit müssen ganze Arbeit leisten. Radiospots, Fernsehwerbung, Anzeigen in sämtlichen Tageszeitungen, Handzettel, Plakatwerbung und Großbanner für die markantesten Verkehrsknotenpunkte müssen organisiert werden. Das Wichtigste jedoch ist, die Christen zu motivieren, ihre Familien, Nachbarn und Freunde persönlich zur Evangelisation einzuladen.

Als wir im November 2001 unsere letzte Veranstaltung in Ibadan abhielten, war es atemberaubend. Zusammengenommen kamen 3,9 Millionen Menschen zu den Treffen, um das Evangelium zu hören. Am Sonntagabend waren es mehr als 1,3 Millionen in einem einzigen Gottesdienst. Über 2,6 Millionen Menschen füllten damals eine Entscheidungskarte aus.

Die damaligen Versammlungen auf dem Rollfeld des ehemaligen Flugplatzes von Ibadan verliefen in einer friedlichen und erwartungsvollen Atmosphäre.  Dass diese Mammutveranstaltung völlig störungsfrei über die Bühne ging, ließ alle Verantwortlichen dankbar aufatmen, denn es gab unter den Bekehrten zahlreiche Menschen, die in Okkultismus, Schamanismus, Ahnenkult, Aberglaube, usw. verstrickt waren und es gab auch eine sehr große Zahl Moslems, die sich vom Islam dem lebendigen Gott zuwandten. Sie wurden getauft und in eine der zahlreichen teilnehmenden Gemeinden integriert. Sehr viele Gemeinden erlebten damals erstaunliches Wachstum, oft Verdoppelung und Verdreifachung ihrer Besucherzahlen.

Ibadan soll – mit ganz Afrika – gerettet werden!

alt

Fotos: Oleksandr Volyk