Großevangelisation in Ole/Ozoro, Nigeria
21.–25. Januar 2009
Nigeria
Nigeria, das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Afrikas, zählt 36 einzelne Bundesstaaten. Nach wie vor wird es aufgrund der hohen Bevölkerungszahl auch im Jahr 2009 der Schwerpunkt der CfaN-Arbeit bleiben. Der Norden des Landes, der langsam in Steppe und letztlich in die Sahara übergeht, ist moslemisch geprägt, der Süden bereits seit der Kolonialzeit oberflächlich christlich. Eines der Hauptprobleme des Landes ist eine ungute Religionsvermischung (Synkretismus) von Christentum und Animismus. Nicht wenige nigerianische „Christen“ opfern weiterhin den Ahnen, besuchen heidnische Festivals, tragen Talismane, verehren Totems usw.
Eine biblisch fundierte, kompromisslose Verkündigung mit Aufruf zu einer klaren Bekehrung und Lebensübergabe ist an vielen Orten, auch solchen, die scheinbar vorwiegend christlich sind, zwingend notwendig. Es ist eigentlich nicht anders als in Europa, wo ebenfalls an vielen Orten, trotz christlicher Prägung, wenig biblisches Christentum zu finden ist.
Ole/Ozoro
Im Januar werden wir als CfaN-Team in die beiden Städte Ole und Ozoro im Bundesland Delta State in den Süden Nigerias gehen. In dieser eng besiedelten Küstenregion am Golf von Guinea lebt der Stamm der Isoko. Die beiden Städte, die jeweils die Regierung der „Local Governments“ (Landkreise) Isoko Nord und Isoko Süd beherbergen, liegen nur 5 Kilometer auseinander und verschmelzen langsam zu einer einzigen größeren Stadt.
Das Gebiet des Isoko liegt im tropisch feuchtheißen Regenwald des Nigerdeltas. Hier gibt es oft und anhaltend starke Regenschauer und während der meisten Zeit des Jahres eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit zwischen 85 bis 95%. Die Gegend ist äußerst fruchtbar und stark landwirtschaftlich geprägt. Das Klima in der Trockenzeit von November bis April ist durch den aus Nordost kommenden Wüstenwind Harmattan beeinflusst, der heiße, aber trockene Luft aus der Sahara bringt.
Eines der Kernprobleme in dieser Region ist die Erdölförderung. Neben Problemen der Umweltzerstörung und der Gefährdung der Fischerei, schürt die Förderung auch ethnische Konflikte einzelner Clans und Rebellengruppen, da viele Bewohner der Region sich durch die internationalen Konzerne ausgebeutet sehen. Immer wieder kommt es zu Entführungen. In der Hauptstadt des Bundeslandes Warri, (wo wir im September 2003 eine segensreiche Großevangelisation durchführen konnten), befindet sich eine der größten Erdölraffinerien Afrikas.
Die Vermischung von afrikanischen Bräuchen mit kirchlichen Traditionen ist bei einem Großteil der Bevölkerung in diesem Landstrich stark ausgeprägt. Die Anbetung von Fetischen ist weit verbreitet. Es gibt zahlreiche uralte Schreine und Gedenkstätten, die noch verehrt werden. Eine klare und unmissverständliche Verkündigung der Heilsbotschaft ist dringend erforderlich. Und auch die Pastoren sehnen sich nach Ermutigung, frischem Feuer und neuer Kraft. Das Feld ist weiß zur Ernte in Isoko-Land.
Tag 1 - Mittwoch, 21. Januar 2009
Liebe Missionspartner!
Unsere Großevangelisation im nigerianischen Bundesstaat Delta begann heute Abend im unscheinbaren Städtchen Isokoland. 85.000 Leute waren zur Auftaktveranstaltung zusammen gekommen und Gottes kraftvolle Gnade und Liebe manifestierten sich auf herrliche Weise. Eine große Anzahl von Menschen empfing Jesus als ihren Erretter. Unmittelbar darauf folgten die Wunderheilungen.
Schaut euch das Bild des jungen Mannes, dessen Schwester von Verwirrtheit befreit wurde, an. Die Lahmen konnten wieder genen und die Blinden wieder sehen. Wir sollten in jeder Gemeinde ein strahlend leuchtendes Neonschild mit den Worten: „DERSELBE JESUS“ anbringen. Der Jesus, auf den wir verweisen, ist der Jesus der erlösenden Gnade, Wunderkraft und Heilung. Was Er in der Vergangenheit war, ist Er auch heute noch. Was Er in früheren Zeiten getan hat, tut Er auch heute noch. Wenn wir Jesus predigen so wie Er ist, offenbart Er sich zur Bestätigung des gepredigten Worts.
Wir setzen unsere Evangelisation morgen fort. Bittet betet für uns. Es scheint, als ob diese Evangelisation alles erschüttern wird, was diese Region jemals gehört oder gesehen hat.
In Jesu Liebe verbunden,
Reinhard Bonnke, Daniel Kolenda
und das gesamte CfaN-Team

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Tag 2 - Donnerstag, 22. Januar 2009
Liebe Missionspartner!
Heute ist der zweite Tag unserer Großevangelisation im nigerianischen Isokoland. Der Veranstaltungsort befindet sich zwischen zwei Dörfern, und die Menschen aus beiden Richtungen müssen viele Kilometer zurücklegen, um dorthin zu gelangen. Als Häuptling Solomon Ogba, der Landesminister der regierenden PDP im Bundesstaat Delta, die große Menschenmenge erblickte, war er wie vom Donner gerührt. „Dies alles auf Dorf-Ebene“, sagte er, „es ist unglaublich.“
Heute Abend wurde das Evangelium wieder auf kraftvolle Weise verkündet, mit Scharen von Menschen, die Jesus als ihren persönlichen Erlöser annahmen. Seht euch das Bild der heutigen Menschenmasse an! Die Bibel präsentiert das Evangelium als die Weisheit Gottes, die einzig rettende Wahrheit. Kein Mensch hat sie sich ausgedacht, genauso wie kein Mensch das Wasser erfunden hat. Kein Philosoph hat je eine vergleichbare Hoffnung ersonnen. Die Verkündigung des Evangeliums setzt Gottes Erlösungskraft frei. Die, die tot sind durch Übertretung und Sünde, hören es und werden emporgehoben zu neuem Leben – Ehre sei dem Herrn!
Nach dem Gebet für die Kranken passierten zahlreiche Wunder. Ein junger Mann entdeckte plötzlich nach 26 Jahren Stummheit, dass er wieder sprechen kann. Eine geisteskranke Frau wurde augenblicklich geheilt und gab Zeugnis in verblüffender Klarheit. Auch viele Krüppel wurden geheilt, wie z. B. derjenige auf dem beigefügten Foto, welcher sich 2 Jahre zuvor bei einem Sturz sein Bein gebrochen hatte. Seitdem war er nicht in der Lage gewesen zu laufen, bis Jesus ihn heute Abend heilte. Wie der lahme Mann in Apostelgeschichte 3,8 ging er umher, sprang und lobte Gott.
Wenn wir auf diese lieben Menschen schauen, ergreift uns das Mitleid. Barmherzigkeit muss durch Barmherzigkeit gepredigt werden und Liebe durch Liebe – „ungeheuchelte Liebe“, wie von Paulus in 2. Korinther 6 dargelegt. Wir sind entschlossen, den Dienst an der Seite des Herrn der Ernte, unserem gesegneten Herrn Jesus Christus, und zusammen mit Euch, fortzusetzen.
Bitte betet weiter für ein blutgewaschenes Afrika,
Reinhard Bonnke, Daniel Kolenda
und das gesamte CfaN-Team

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Tag 3 - Freitag, 23. Januar 2009
Liebe Missionspartner!
Wie Ihr wahrscheinlich wisst, werden alle Großevangelisationen von einer Feuerkonferenz begleitet, in der Gemeindemitarbeiter vorbereitet werden für ein Leben als effektives Zeugnis. Diese Konferenz findet ihren Höhepunkt in einer gewaltigen Ausschüttung des Heiligen Geistes, in Erfüllung der Verheißung unseres Herrn. Der heutige Morgen war herrlich. Abertausende wundervoller Gläubiger saugten förmlich das Wort Gottes auf. Unser Auftrag beruht auf Seinem kraftvollen Strom, nicht auf Routine. Unsere Rolle ist es, diese Kraft in kraftlose Leben zu bringen. Jesus tut dann den ganzen Rest.
Die heutige Abendevangelisation war wieder ein Glanzpunkt: 225.000 Leute waren in dieser höchst ländlichen Dorf-Umgebung zusammengekommen. Daniel Kolenda predigte die Botschaft und diente in Vollmacht. Viele Seelen wurden errettet und dem Reich Gottes hinzugefügt. Ein Mädchen, das seit 20 Jahren taubstumm war, hörte und sprach glasklar. Ihr Bruder sah sie beim Zeugnisgeben und rannte auf die Bühne, um sie zu umarmen. Seht, wie sie sich auf dem Foto gemeinsam freuen. Ein anderes Mädchen, seit Jahren verkrüppelt, wurde direkt vom Krankenhaus zur Versammlung gebracht. Sie hatte ihre Mutter gebeten, sie zur Evangelisation zu bringen, weil sie daran glaubte, dass Jesus sie dort heilen würde. Während des Gebets kam die Kraft Gottes auf sie, und sie begann zu laufen. Die Wunderheilungen nahmen kein Ende und dauerten bis zum allerletzten Moment der Veranstaltung an.
Jesus sagt „Geht in alle Welt…“ und hier sind wir in Isokoland! Glaube bedeutet nicht einfach zu warten bis Gott sich bewegt. Glaube bedeutet, sich selbst zu bewegen für Gott. Jede Doktrin oder Philosophie, die nicht als Leitungsdraht für die Kraft und den Strom Gottes dient, ist Zeitverschwendung. Wir haben keine Zeit zu verlieren, weil die Welt verzweifelt auf die Freudenbotschaft des Seelenheils wartet.
Danke, dass Ihr eins seid mit uns – und uns helft zu gehen,
Reinhard Bonnke, Daniel Kolenda
und das gesamte CfaN-Team

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Tag 4 - Samstag, 24. Januar 2009
Liebe Missionspartner!
Die morgens statt findende Feuerkonferenz erreichte heute ihren Höhepunkt. Peter van den Berg und Daniel Kolenda dienten – und der Heilige Geist fiel wie im 2. Kapitel der Apostelgeschichte beschrieben. Zehntausende Männer und Frauen Gottes empfingen die Kraft, von der Jesus in Apostelgeschichte 1,8 sprach. Was für eine herrliche Realität!
In der Abendveranstaltung versammelten sich dann 300.000 Menschen mit hungrigen Herzen, und das Evangelium wurde erneut „mit großer Zuversicht“, wie Paulus es ausdrückt, gepredigt. Gott ist spezialisiert darauf, Menschen aus dem Feuer der Zerstörung zu retten. Sein Herzschlag schlägt im Evangelium und bestimmt den Pulsschlag derjenigen, die es in die verlorene Welt bringen. So empfinden wir es in uns. Die vergangenen Jahre hätten uns gleichgültig werden lassen können, aber der Herr bewirkt in uns, dass wir die Menschen sehen, wie Er sie vom Kreuz aus sieht. Er sagte, Er muss die Werke dessen vollbringen, der ihn gesandt hat (Johannes 9,4). Sein Gebot steckt uns an! Sein Geist vermittelt uns ein wenig der Dringlichkeit seines allumfassenden Verlangens, die ganze Welt errettet zu sehen. Ein Teil dieses Werks zu sein, ist unser höchstes Privileg. Es verleiht jedem Tag einen Abschluss mit einem Gefühl der allerhöchsten Bestimmung und Genugtuung, das uns Sterbliche zuteil werden kann.
Heute Abend strömten die Wunder und Heilungen wie ein reißender Fluss:
- Ein junger Mann bezeugte, dass bei ihm AIDS diagnostiziert worden war. Letzte Nacht, als gebetet worden war, hatte er seine Heilung im Glauben empfangen. Heute ging er zum Arzt und fragte nach einem erneuten Aidstest. Er brachte den Arztbericht zur heutigen Abendveranstaltung. Er war HIV-NEGATIV!
- Ein Pastor war von Räubern in den Arm geschossen worden, und der Arm war abgestorben. Er hatte daraufhin ein kleines Vermögen für Ärzte ausgegeben, die ohne Erfolg versuchten, seinen Arm zu retten. Er stand nun kurz vor einem Amputations-Termin. Wir hatten ihn gestern noch gesehen mit seinem verdorrten und abfaulenden Arm. Es war ein grauenhafter Anblick. Nach dem heutigen Gebet hatte er wieder Empfindungsvermögen in seiner Hand und war in der Lage zwei seiner Finger zu benutzen. Sogar während er noch Zeugnis gab, wurde seine Hand vor unseren Augen weiter geheilt.
- Eine Frau, verkrüppelt durch einen Unfall, sprang vor Freude auf der Plattform herum (siehe Foto), zwei Taubstumme wurden geheilt, zusammen mit mehreren Epileptikern und vielen Anderen.
Die Heilungszeugnisse nahmen kein Ende und selbst als wir den Evangelisationsort verließen, bebte die Menge noch vor Lobgesang aufgrund weiter statt findenden Wunderheilungen.
Vielen Dank Euch, dass Ihr mit uns steht, betet und uns helft, weiter für Jesus zu gehen. Der Herr selbst wird Euch auf besondere Weise belohnen für Euren Anteil in dieser großen Arbeit.
In Jesu Liebe verbunden,
Reinhard Bonnke, Daniel Kolenda
und das gesamte CfaN-Team

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Tag 5 - Sonntag, 25. Januar 2009
Liebe Missionspartner!
Heute Abend war die Abschlussveranstaltung der Großevangelisation in Isokoland, Nigeria, und es war ein herrliches Finale. Eine nach Gottes Wort hungrige Menschenmasse von 425.000 Menschen hatte sich versammelt! Nach dem Übergabegebet, beteten wir für die Taufe im Heiligen Geist und das Feuer fiel auf die Menge. Während des ohrenbetäubenden Klangs der in Zungen sprechenden Menschenmasse, konnte ich die Worte des Propheten Joel in meinem Geiste widerhallen hören: „In den letzten Tagen werde ich meinen Geist auf ALLES FLEISCH ausgießen“. In was für einer herrlichen Zeit wir leben. Dies sind die Tage, nach denen sich „viele Propheten und Gerechte“ gesehnt hatten.
Nach dem Gebet für die Kranken, begannen die Heilungen:
- Ein 35jähriger Mann, seit Geburt taubstumm, konnte plötzlich hören und Worte mit erstaunlicher Klarheit aussprechen (siehe Foto).
- Ein anderer, 32jähriger Mann war als Krüppel geboren. Sein ganzes Leben war er von Ort zu Ort gekrochen, auf Händen und Knien, welche sichtlich schwielig und abgenutzt wie alte Schuhe waren. Heute Abend kam die Kraft Gottes auf ihn und er lief zum ersten Mal in seinem Leben!
- Mehrere Epileptiker wurden auch geheilt, zusammen mit einem tauben Mädchen und vielen anderen Kranken. Jesus ist so barmherzig.
Morgen werden wir nach Hause aufbrechen, aber nicht für lange. Unsere nächste Großevangelisation beginnt hier in Nigeria in zwei Wochen in der Stadt Mubi. Vielen, herzlichen Dank, dass Ihr uns geholfen habt, das Evangelium auch zu diesem fernen Dorf an einem der abgelegensten Orte der Welt zu bringen. Jede einzelne Eurer Beteiligungen wird Euch in Form ewiger Dividenden gutgeschrieben. Wir fragen uns, wie immer, „ was wäre, wenn wir nicht gekommen wären?“
In Jesu Liebe verbunden,
Reinhard Bonnke, Daniel Kolenda
und das gesamte CfaN-Team

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Fotos: Oleksandr Volyk
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