Großevangelisation in Yola, Nigeria
6. – 10. Februar 2008
Vorbericht
Die positiven Auswirkungen einer Großevangelisation beschränken sich nicht nur auf den geistlichen Bereich. Immer wieder erhalten wir Berichte, dass nach einer CfaN-Veranstaltungen die Kriminalitätsrate absank, gestohlenes Gut zurückgebracht wurde, Familien wiederhergestellt wurden und die Wirtschaft aufzublühen begann.
Es stimmt: Wo der Herr wirkt, kommt es zu Heilung und Segnung in allen Lebensbereichen!
Ein nigerianischer Pastor sagte uns nach einer Evangelisation, die in seiner Stadt stattfand: „Die Veranstaltung hat enorme Veränderungen gebracht für das Leben hier, für die Menschen und die Gemeinden. Wir sind auf ewig dankbar, dass man an uns gedacht hat, an unser Volk, und das Evangelium zu den Menschen hier gebracht hat!“
Die erste Großevangelisation des Jahres 2008 wird ab 06. Februar in Yola, der Hauptstadt des Bundesstaates Adamawa, ganz im Osten Nigerias, stattfinden. Yola wurde 1841 gegründet war bis zur Eroberung durch die Briten im Jahr 1901 die Hauptstadt des „Adamawa Emirates“.
Heutzutage leben etwa 800.000 Menschen in diesem Sammelbecken verschiedener ethnischer Gruppen. Neben einer großen Zahl von unterschiedlichen Dialekten werden neben Englisch, der offiziellen Amtssprache, vor allem die Sprachen Hausa und Fulfuda gesprochen. Die Mehrzahl der Bevölkerung setzt sich aus Bauern und Viehzüchtern zusammen, die in kleinen, landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten. Zu den einträglichsten Anbauprodukten zählen Erdnüsse und Baumwolle. Die wirtschaftliche Situation ist schwierig, im Vergleich zu anderen Bundesstaaten ist die Entwicklung sogar leicht rückläufig. Yola braucht ein göttliches Eingreifen, um ein regionales Zentrum für die dringend notwendige wirtschaftliche Entwicklung zu werden. Eine lebensfähige, Arbeitsplätze schaffende Industrie fehlt bisher, dem Gesundheitswesen wird wenig Beachtung geschenkt und es gibt keine intakte Wasserversorgung. Im Bundesstaat herrscht weitgehend Armut.
Allerdings besitzt Yola eine beachtliche Brotfabrik und seit 1981 eine staatliche Technische Hochschule. Trotzdem ist das Bildungsniveau in der Region niedrig. Neun Kilometer nördlich liegt am Benue-Fluss die eng mit Yola verbundene Hafenstadt Jimeta, in die sich inzwischen ein Teil der wirtschaftlichen Aktivitäten – vor allem der Handel mit dem 800 km entfernten Nigerdelta – verlagert hat.
In geistlicher Hinsicht muss der Boden in dieser armen Region noch aufgebrochen werden. Es gibt einige dämonische Festivals, wie das „Tiwie“, ein Beerdigungs- und Totenfest, das mit Trankopfern, Zauberformeln, Gaben für die Ahnen, sowie Trommeln, Gesang und Tanz zum Lob der finsteren Gottheiten gefeiert wird. Viel zu viele Menschen sind noch in okkulten Machenschaften verstrickt.
Aufgrund der geografischen Lage im mittleren Gürtel haben die großen Konfessionen die Stadt und ihr Umfeld im Hinblick auf Evangelisation sich weitgehend selbst überlassen. Seit Jahrzehnten hat es hier keine groß angelegte Evangelisationskampagne gegeben. So fehlt vielen Gemeinden die Kraft, um die Bevölkerung vor Ort positiv zu beeinflussen und das Evangelium kühn weiterzugeben. Die Christen von Yola brauchen etwas, das ihre Begeisterung in Brand setzt und ihren Mut, die Frohe Botschaft zu verkündigen, wieder stärkt. Sie brauchen Inspiration und Motivation, sie brauchen das Feuer unseres Herrn! Deshalb gehen wir nach Yola. Die Gemeinden der Region sind bereits voller Vorfreude über die kommende Evangelisation und bereiten sich auf das große Ereignis vor.
Die auf uns zukommenden Herausforderungen der nächsten Monate sind nicht zu unterschätzen. Wir werden unter schwierigen Bedingungen mit unserem Team wieder viele tausend Kilometer kreuz und quer durch Nigeria ziehen, einem Land, das fast dreimal so groß wie Deutschland ist und in dem nach jüngsten Schätzungen 160 Millionen Menschen leben.
Schon die Vorbereitungsphase der Evangelisationen in Zusammenarbeit mit Hunderten, ja, mitunter über eintausend örtlichen Gemeinden und Kirchen sowie die Schulung von Zehntausenden Christen als Seelsorgehelfer ist eine gewaltige Aufgabe.
Nach der Evangelisation wiederum muss gewährleistet werden, dass die ausgefüllten Entscheidungskarten gezählt und an die teilnehmenden Gemeinden zur Nacharbeit aufgeteilt werden.
Diese Nacharbeit ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg all unserer Anstrengungen. Nicht selten verdoppelt oder verdreifacht sich die Größe einer Gemeinde nach einer CfaN-Evangelisation.
Bitte betet weiterhin für uns. Und herzlichen Dank für alle finanzielle Unterstützung, die den Dienst von Christus für alle Nationen erst ermöglicht.
Ankunft - Dienstag, 5. Februar 2008
Liebe Missionspartner!
Gestern Abend trafen wir mit dem Flugzeug hier in der historischen Stadt Yola ein. Am Flughafen erwarteten uns bereits Tausende von Menschen, die uns in der Dunkelheit mit kleinen Taschenlampen winkten. Als ich die Boeing 737 der Arik Air verließ, drang ein gewaltiger Willkommensjubel an mein Ohr. Auf dem Weg ins Flughafengebäude wurde ich von all den Menschen, die mich berühren wollten, in alle Richtungen geschoben und gezogen. Es war geradezu Furcht erregend, selbst meine Jacke bekam dabei einige Risse ab. Die hohe Erwartungshaltung der Leute berührt mein Herz. Morgen Abend beginnt unsere Evangelisation und ich erwarte große Dinge von Gott.
Heute Vormittag machte ich meine Antrittsbesuche beim Gouverneur des Bundesstaates Adamawa und beim traditionellen Statthalter von Adamawa, seiner königlichen Hoheit Dr. Aliyu Mustapha. Obwohl dieser ein Muslim ist, begrüßte er mich herzlich, und der stellvertretende Gouverneur sagte, er würde unsere Gottesdienste besuchen. Der Besuch endete mit einer Pressekonferenz (siehe beigefügte Fotos). Heute Abend treffen wir uns mit der gesamten christlichen Leiterschaft dieser Stadt zu einem Bankett. Das ist der Beginn der Evangelisation.
Wir sind gekommen, um das ewige Evangelium zu predigen – nichts mehr und nichts weniger – koste es, was es wolle. Es geht um die Errettung dieser Welt! Jesus betrachtete es nicht als Zeitverschwendung, seinen Weg zu verlassen, um die Kranken zu heilen und die hungrige Menge zu speisen. Er setzte sich der Verfolgung aus, nachdem er den Mann mit einer abgestorbenen Hand geheilt hatte. Von da an war ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt worden. Aber dieser Mann bedeutete Jesus etwas und sein Arm sollte wiederhergestellt werden, egal mit welchen Konsequenzen. (Matthäus 12,10-13). Wir folgen seinem Beispiel.
Bitte betet für uns und für ganz Yola.
In seiner Liebe und in seinem Dienst.
Reinhard Bonnke und das CfaN-Team
Tag 1 - Mittwoch, 6. Februar 2008
Liebe Missionspartner!
Zu unserem ersten Gottesdienst hier in Yola strömten 200.000 Besucher auf das riesige Evangelisations-Gelände. Diese kostbaren Menschen hungerten nach dem Wort Gottes wie hungrige Jungvögel in ihrem Nest nach Nahrung. Es ist eine große Freude und ein Vorrecht, dieser großen Menge das Evangelium zu verkünden! Die Reaktion auf den Altarruf war sehr bewegend. Was für eine Seelenernte! Es schien mir wie ein hundertprozentiges Ergebnis. Schaut euch das Foto an, das allerdings nur einen Teil der riesigen Menge zeigt.
Das Podium war so dicht von Menschen umringt, dass ich empfand, als triebe ich auf einem Floß über das riesige Menschenmeer. Ehe ich für die Kranken betete, setzten schon die ersten Wunder ein. Überall auf dem Gelände wurden Menschen plötzlich von der Barmherzigkeit Gottes erfasst. Blinde können sehen, Stumme wieder sprechen und Lahme wieder gehen – so wie die Frau auf einem der Fotos.
Bitte betet für den weiteren Verlauf der Evangelisation! Vor uns liegen große Erntetage.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das gesamte CfaN-Team

Tag 2 - Donnerstag, 7. Februar 2008
Liebe Missionspartner!
Im Vergleich zu gestern hatte sich die Besucherzahl heute Abend auf 400.000 verdoppelt. Es war eine reich gesegnete Versammlung und ein totaler Sieg über Satan! Die Herrlichkeit Gottes offenbarte sich im Verlauf des Abends so mächtig, dass Menschen während der Predigt Heilung und Befreiung empfingen. Wir bringen das Evangelium zu den Verlorenen. Wo wir Stellungen verlassen haben, hat Satan sie eingenommen. Wir wollen das aber nicht zulassen. Wir sind diese Woche in Yola, um jede kostbare Seele für Jesus zu gewinnen und wenn nötig zurückzufordern.
Schaut euch das Panoramafoto von der versammelten Menge an und ebenso das Foto von der geheilten Frau, die drei Jahre lang gelähmt war. Fröhlich jubelnd lief sie übers Podium.
Jesus heilte auch viele Blinde. Die Leute strömen aus dem gesamten Bundesstaat Adamawa herbei und Tausende von ihnen verbringen die Nächte auf dem Evangelisationsgelände, damit sie ja keines der wunderbaren Ereignisse verpassen.
Herzlichen Dank für eure Liebe und eure Gebete. Wir erwarten noch größere Dinge. Der Herr wird euch segnen und belohnen.
Weiterhin in seiner Liebe und in seinem Dienst.
Reinhard Bonnke und das CfaN-Evangelisationsteam vor Ort
Tag 3 - Freitag, 8. Februar 2008
Liebe Missionspartner!
Heute Abend bat ich Evangelist Daniel Kolenda zu predigen und er hielt wahrhaftig eine feurige Predig. Nach dem Altarruf und dem Übergabegebet betete ich für die Kranken. Ein Mann der 40 Jahre lang völlig erblindet war, kann jetzt wieder sehen. Das beigefügte Foto ist dafür der sichtbare Beweis. Es ist nicht übertrieben, dass Tausende geheilter Menschen ihre Heilung öffentlich bezeugen wollten. Das ist Jesus in Aktion, so wie wir ihn aus der Bibel kennen. Es erreichten uns Berichte, dass Gelähmte ihre Krücken wegwarfen, während sie noch auf dem Weg zur Evangelisation waren, und wiederum andere auf ihrem Weg nach Hause. Die Kraft Gottes ist einfach überall wirksam. Ihr solltet das Gedränge der Menschen auf den Straßen vor und nach den Gottesdiensten erleben; da haben Fahrzeuge kaum noch eine Chance durchzukommen. Es ist keineswegs übertrieben zu sagen: Yola und der ganze Bundesstaat Adamawa sind von der Macht des Evangeliums völlig überwältigt.
Bitte betet für die beiden kommenden Tage. Am Samstagvormittag ist der Abschluss unserer Feuerkonferenz. Dies ist ebenfalls ein besonders gesegneter Höhepunkt.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das CfaN-Evangelisationsteam
Tag 4 - Samstag, 9. Februar 2008
Liebe Missionspartner!
Zum heutigen Evangelisationsabend hatten sich 525.000 Besucher versammelt. Unsere Erlebnisse lassen sich kaum in Worte fassen, denn sie waren derart beeindruckend und herrlich. Jesus hatte seine Arme um jeden einzelnen Besucher gelegt. Auf eine Massenbekehrung folgte eine gewaltige Ausgießung des Heiligen Geistes. Und Gott wirkte Wunder über Wunder: Gelähmte können gehen und Blinde sehen, darunter auch ein Junge, der von Geburt an blind gewesen war.
Am Vormittag erreichte die Feuerkonferenz im Stadion ihren Höhepunkt, als über 40.000 Teilnehmer die Geistestaufe in ihrer ganzen Fülle empfingen. Wir, als gesamtes CfaN-Team, sind völlig überwältigt von den wunderbaren Taten Gottes. Schaut euch die Fotos von Oleksandr Volyk an.
Morgen am Sonntag ist der große Abschlussgottesdienst ehe wir wieder in unsere Heimatorte zurückkehren. Herzlichen Dank für eure Liebe, eure Gebete und eure treue finanzielle Unterstützung.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das CfaN-Evangelisationsteam


Tag 5 - Sonntag, 10. Februar 2008
Liebe Missionspartner!
Unser letzter Gottesdienst in Yola ging gerade zu Ende. 625.000 Menschen hatten sich heute Abend versammelt. Somit beträgt die Gesamtzahl aller 5 Evangelisations-Gottesdienste 2,2 Millionen. Die Entscheidungskarten konnten bis jetzt noch nicht alle ausgezählt werden, es werden aber eine ganze Menge sein. Welch ein mächtiger Gott, dem wir dienen dürfen, und welch ein Vorrecht, für ihn eine derart große Seelenernte einbringen zu dürfen.
Gottes Wunder wirkende Kraft war ebenfalls wieder überwältigend und ergoss sich wie ein gewaltiger Strom über die Menge. Ein 14-jähriger Junge, der von Geburt an blind gewesen war, konnte plötzlich perfekt sehen (siehe Foto). Jesus ist wirklich heute noch derselbe.
Bitte betet weiter für uns, denn die Vorbereitungen für die kommende Evangelisation im März laufen auf Hochtouren. Wir brauchen Gottes Hilfe – und auch eure. Herzlichen Dank für all eure Liebe und großzügige Unterstützung.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das gesamte CfaN-Team

Wolke über Yola
Als unser Flugzeug in Yola (Nigeria) landete, wussten wir nicht, was uns erwartete. Vor zwei Jahren war am selben Ort bereits eine Evangelisation geplant gewesen, doch wegen diverser politischer Ereignisse musste sie damals leider abgesagt werden. Einige weitere Versuche, nach Yola zu kommen, waren vergeblich. Doch die treuen Christen der Stadt hatten gebetet, geglaubt und gewartet, dass Reinhard Bonnke endlich zum Evangelisieren in den Bundesstaat Adamawa käme. Und jetzt war es so weit. Draußen war es bereits Nacht, als unser Flugzeug schließlich seine Parkposition erreicht hatte. Die Kabinentür ging auf und Reinhard Bonnke betrat die mobile Flugzeugtreppe. Plötzlich ertönte aus der Dunkelheit ein donnernder Jubelschrei und Tausende fröhliche Leute, die in ihren Händen kleine Taschenlampen schwenkten, kamen auf die Rollbahn gelaufen. Unser Weg durch die Menge wurde zum reinsten Hindernislauf, die Leute schubsten uns begeistert in alle Richtungen, zogen an unserer Kleidung und zerrissen dabei Pastor Bonnkes Jacke, so dass die Polizei schließlich eingreifen musste. Selbst in dieser emotional aufgeladenen und nicht ungefährlichen Situation wurde deutlich, dass in Yola etwas ganz Besonderes in der Luft lag. Dieselbe erwartungsvolle Haltung, mit der wir begrüßt wurden, prägte die gesamte Evangelisation.
Die Herrlichkeit Gottes
Zum Eröffnungsgottesdienst kamen 200.000 Besucher. Sie kamen mit einem derartigen geistlichen Hunger und Glauben, dass vor dem eigentlichen Heilungsgebet schon Zeichen und Wunder geschahen. Am nächsten Abend hatte sich die Besucherzahl auf 400.000 verdoppelt. Und mit dem dritten Gottesdienst hatten mehr als eine Million Menschen die Evangelisation besucht, und das war noch steigerungsfähig. An einem Abend fasste Reinhard Bonnke es in folgende Worte: „Ich empfinde, die Wolke der Herrlichkeit Gottes hängt tief über uns.“ Ein Mann, der 40 Jahre völlig blind gewesen war, empfing in einem Augenblick sein Augenlicht. Eine Frau, die drei Jahre gelähmt gewesen und in einer Schubkarre zur Evangelisation geschoben worden war, lief und hüpfte nach ihrer Heilung fröhlich übers Podium. Eine andere Frau, die 32 Jahre lang taub gewesen war, wurde völlig geheilt und artikulierte perfekt. Tausende kamen nach vorne und wollten die wunderbaren Taten Gottes bezeugen. Die ganze Region um Yola war von der Gegenwart Gottes erfasst worden.
Das Evangeliums-Vakuum
Reinhard Bonnke und sein Partner-Evangelist Daniel Kolenda predigten jeden Abend kompromisslos die kristallklare Evangeliumsbotschaft. Sie sprachen von Sünde und Errettung, über Himmel und Hölle und von Buße und Glauben. Jedes Mal, wenn der Altarruf erging, erhob sich buchstäblich ein Meer von Händen und jeden Abend schien es, als würde die Flut steigen und damit ein Vakuum schaffen, das die ganze Region ansaugte. Ein Teammitglied hörte bei einem Marktbesuch, wie einige Afrikaner heiß miteinander diskutierten. Als er seinen Übersetzer bat, ihm zu sagen, worum es dabei ging, antwortete dieser: „Sie sprechen über die Evangelisation. Sie sagen: ,Blinde Augen öffnen sich und Lahme können wieder gehen – ganz gleich, was der Imam dazu sagt, wir gehen dorthin und schauen uns das selber an.‘“ Dann fügte er hinzu: „Die anderen sagen, sie kommen auch!“
In einem Gottesdienst versammelten sich 625.000 Besucher – das sind weit mehr als 100 % der Einwohnerschaft Yolas. Der stellvertretende Gouverneur erzählte uns, dass es die größte Zusammenkunft dieser Art war, die sie je erlebt haben. Evangelist Bonnke sagt öfters: „Das Evangelium ist anziehend!“
Feinde Gottes werden zu Freunden Gottes
Jede einzelne Bekehrung war eine verheerende Niederlage des Teufels und während wir vor Freude jubelten, wehklagten die Feinde Gottes. Reinhard Bonnke hatte alle, die irgendwelche Fetische oder Zauberei-Utensilien besaßen, dazu aufgefordert, diese zum Verbrennen mitzubringen und in eine der beiden Blechtonnen rechts und links vor dem Podium zu werfen. Mit lodernden Flammen und unter Freudengesängen wurde der Inhalt der beiden Tonnen angesteckt und verbrannt. Da lief ein Mann aus der Menge auf eine der brennenden Tonnen zu und kippte sie um. Danach rannte er auf die andere Seite des Podiums, kippte auch dort die Tonne um und griff ein Mitglied des Technikteams an, bis er schließlich von der nigerianischen Polizei festgenommen wurde. Reinhard Bonnke sagte zu mir: „Er kann immer noch gerettet werden, weil das Evangelium Gottes Feinde in seine Freunde verwandelt.“ Diese Wahrheit traf mich wie ein Hammer. Im verwirrten Blick dieses Mannes konnte man deutlich einen Feind Gottes erkennen, aber Paulus schreibt in Römer 5,10, dass auch wir einst Gottes Feinde waren, doch durch den Tod seines Sohnes wurden wir mit ihm versöhnt. Jesus kam nicht für die Gerechten. Er kam für die Sünder, die ihn mit hasserfüllten Augen angriffen. Doch während wir noch Sünder waren, starb Christus für uns. Welch eine Gnade! Welch eine Liebe!
Schließlich füllten 1.403.640 Menschen Entscheidungskarten aus und dokumentierten damit, dass sie Jesus als ihren persönlichen Retter angenommen haben. Tausende wurden geheilt und mit dem Heiligen Geist erfüllt. Die Flüche, die dieses Land gefangen hielten, wurden gebrochen und die Gefangenen freigesetzt – Halleluja! Wir verließen die Region mit dem Wissen, dass sie nie mehr dieselbe sein wird, und wir fragten uns wie immer: „Was wäre passiert, wenn wir nicht gekommen wären?“
Gottes Wolke der Herrlichkeit
Obwohl wir in den rund 35 Dienstjahren bei Christus für alle Nationen schon größere Besucherscharen als hier in Yola hatten, zähle ich diese Evangelisation zu einer der gesegnetsten. Die Herrlichkeit des Herrn war so nahe, dass ich manchmal das Gefühl hatte, als fege ein gewaltiger Heilig-Geist-Tornado über die riesige Menschenmenge und nehme alles Unreine, alle Sünde und Krankheit hinweg.
Eine reiche Seelenernte
Die Menschen strömten aus dem gesamten Bundesstaat Adamawa herbei, sie hungerten nach dem Wort Gottes wie hungrige Jungvögel in ihrem Nest nach Nahrung. Tausende von ihnen verbrachten ihre Nächte auf dem Evangelisationsgelände, um ja keines der wunderbaren Ereignisse zu verpassen. Ehe ich für die Kranken betete, setzten schon die ersten Heilungswunder ein. Überall auf dem Gelände wurden Menschen plötzlich von der Barmherzigkeit Gottes erfasst. Ein ehemaliger Polizist, der gelähmt, stumm und blind gewesen war, wurde in einem Augenblick von Kopf bis Fuß geheilt. Ein 12-jähriges Mädchen, das noch nie hatte gehen können, war von seiner Mutter zur Evangelisation gebracht worden. Nach einer Berührung von Gott bezeugte es vor der ganzen Versammlung ihre völlige Heilung und lief über das Podium. Während der 5-tägigen Evangelisation entschieden sich 1.469.800 Menschen für Jesus und erhielten das Nacharbeitsbüchlein. Insgesamt füllten 1.403.640 ihre Entscheidungskarten aus! Welch eine segensreiche Seelenernte für unseren Herrn und Heiland Jesus Christus! Der ganze Bundesstaat Adamawa war bis ins Innerste aufgerüttelt.
Wir bringen auch künftig den Verlorenen die Heilsbotschaft. Wo geistliche Stellungen verlassen wurden, hat Satan sie eingenommen. Wir wollen das aber nicht zulassen. Wir sind unterwegs, um jede kostbare Seele für Jesus zu gewinnen und wenn nötig zurückzufordern.
Herzlichen Dank für eure Liebe und eure Gebete. Wir erwarten noch Größeres. Möge der treue Herr euch segnen und eure Hilfe reich belohnen.
In Jesu Liebe
Reinhard Bonnke, Evangelist

Fotos: Oleksandr Volyk
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