Großevangelisation in Kochi, Indien
9.–13. April 2008
Vorwort
Liebe Missionspartner!
Das Bedeutendste, das die Menschheit heute hören muss, ist die befreiende Botschaft unseres Herrn Jesus Christus, das Evangelium. In all der Verwirrung, dem Chaos und der Unsicherheit unserer Zeit ist es das einzige Fundament, das festen Halt zu geben vermag. Das gilt für Afrika, für Europa und ganz gewiss auch für Indien, wohin wir uns nach fast 10 Jahren durch den Herrn wieder hingeführt wissen.
Ich brenne darauf, den Menschen in Indien die Botschaft der Erlösung bringen zu können. Gemeinsam mit meinem Team stehe ich in den Startlöchern für eine Großevangelisation in einer der wichtigsten Städte Südindiens: Kochi. Die Veranstaltung trägt, wie auch unsere letzte Evangelisation in Indien, den Titel: Good News Festival – Fest der Guten Botschaft.
Veranstaltungsort wird, wie so oft, ein großes Feld sein. Die Vorbereitungsarbeiten sind bereits in vollem Gange. Die örtlichen Kirchen und Gemeinden arbeiten wunderbar zusammen. Es herrscht eine gute Einheit mit regelmäßigen Fasten- und Gebetsversammlungen. Vertreter von allen christlichen Kirchen sind mit „an Bord“ und die ganze Region wurde für die Einladeaktionen und die Nacharbeit strategisch in 50 Sektionen aufgeteilt. Die Kosten in Indien sind übrigens noch um einiges höher als bei unseren Großevangelisationen in Afrika. In der Stadt verkündete vor fast 2.000 Jahren der Apostel Thomas das Evangelium. Er, der Zweifler, wurde zu einem vollmächtigen Botschafter der Guten Nachricht.
Freut euch mit mir auf die vor uns liegende Großevangelisation in Kochi, denn wir werden – wie es auch damals in der Apostelgeschichte geschah – sehen, wie das Volk das Wort hören, Zeichen und Wunder erleben und Jesus als Herrn und Retter annehmen wird.
In Jesu Liebe verbunden
Evangelist Reinhard Bonnke
Vorbericht
Kochi – Königin des Arabischen Meeres
Kochi – in der Literatur auch als „Königin des Arabischen Meeres“ bekannt – ist eine Stadt im tropischen Süden Indiens, an der Malabarküste (Pfefferküste). Sie ist mit weit über 600.000 Einwohnern die größte Stadt im indischen Bundesland Kerala. In der Region um Kochi leben über 1,5 Millionen Menschen.
Die weltoffene Stadt, die nach Mumbai (Bombay) den zweitgrößten Hafen Indiens besitzt, hat eine sehr wechselvolle Geschichte, die vor allem durch europäische Kolonialmächte geprägt wurde.
Bereits vor 2.000 Jahren galt die Region Kochi – früher: Cochin – als Lieferant für edle Gewürze wie Zimt, Kardamom, Vanille und insbesondere kostbaren Pfeffer, der im Mittelalter zeitweise den Wert von Gold übertraf.
1498 landete der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama an der südindischen Küste und kurz darauf gründeten die Portugiesen ihre erste Handelsniederlassung in der Stadt. 1503 errichteten sie mit Fort Manuel die erste europäische Festung auf dem indischen Subkontinent. Dort sind noch heute einige Gebäude aus portugiesischer Zeit zu sehen. Aus jener Zeit stammt auch die St. Francis Church, die älteste von Europäern erbaute Kirche Indiens, in der Vasco da Gama beigesetzt wurde.
Bald darauf wurden durch die Kolonialherren die indischen Maharadschas weitgehend entmachtet und Cochin wurde zur ersten europäischen Kolonie in Indien. Die Kolonialisierung des Subkontinents nahm hier ihren Anfang.
150 Jahre später eroberten die Niederländer Cochin. Unter ihrer Herrschaft begann die Blütezeit der Stadt. Der Handel mit Europa durch die „Niederländische Ostindien-Kompanie“ trug maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung bei.
Der Hafen entwickelte sich zum bedeutendsten Handelsstützpunkt an der indischen Westküste und zu einem Zentrum für den Gewürzhandel der Welt. Eine Schiffsreise nach Europa dauerte im 18. Jahrhundert etwa acht Monate. Die Region wurde zum Ziel zahlreicher Entdecker, Händler und Seefahrer. Ab 1790 geriet Kochi dann unter britischen Einfluss und wurde bis zur Unabhängigkeit Indiens 1947 Bestandteil des britischen Kolonialreiches.
Wo der Pfeffer wächst …
Der Handel mit begehrten Gewürzen wie Vanille, Muskat, Nelken, Chili, Zimt, Ingwer und insbesondere Pfeffer aus den tropischen Wäldern des nahegelegenen West-Ghats-Gebirges ist bis heute der bedeutendste Wirtschaftszweig neben Textilindustrie, Schiffbau und der Verarbeitung von Kokosnüssen. Das Bundesland Kerala – der Name bedeutet „Land der Kokospalme“ – wird von einem einzigartigen Reichtum der Natur geprägt. Man sagt, dass außer Mohn alle bekannten Gewürze der Welt in dieser Gegend gedeihen würden.
Kochi gilt nach wie vor als bedeutendster Umschlagplatz Indiens für den weltweiten Gewürzhandel. Die Region gilt für indische Verhältnisse als relativ wohlhabend und es gibt nur wenig Analphabeten. Die Lebenserwartung ist hoch.
Interessant ist, dass nach der Unabhängigkeit von Großbritannien, als im Bundesstaat Kerala 1956 erstmalig freie Wahlen durchgeführt wurden, die erste frei gewählte kommunistische Regierung der Welt an die Herrschaft kam. Diese hat ihren starken Einfluss in Kerala nie verloren und regiert mit kleinen Unterbrechungen bis zum heutigen Tag das Land, was einem starken politischen Einfluss der Hindus, anders als in anderen Teilen Indiens, gewisse Schranken setzte.
Wo einst der Apostel Thomas predigte
Im Bundesland Kerala leben 34 Millionen Menschen, was etwa der Bevölkerung Polens entspricht. Die Menschen sind zum weitaus größten Teil Hindus, es leben jedoch auch zahlreiche Muslime und katholische Christen in der Region, in geringerem Umfang auch Sikhs.
Der christlichen Überlieferung zufolge verließ der Apostel Thomas Jerusalem um das Jahr 40 n. Chr., um das Evangelium den Völkern des Nahen Ostens zu bringen. Er zog predigend durch die heutigen Länder Syrien, Iran, Irak, Afghanistan und ab 53 n. Chr. Indien. Einige Jahre lang bereiste er die Malabarküste und verkündete das Evangelium auch in Cochin.
Ankunft - Mittwoch 10. April 2008
Liebe Missionspartner!
Herzliche Grüße aus Indien. Wir sind sicher in Kochi in der südindischen Provinz Kerala gelandet und erwarten eine reiche Seelenernte. Laut Kalender sollte dort jetzt Trockenzeit herrschen, aber bis jetzt hat es jeden Tag geregnet. Für unsere Open-Air-Evangelisation vertrauen wir dem Herrn auf trockenes Wetter. Wie ihr auf den beigefügten Fotos erkennen könnt, ist das Gelände riesengroß. Das Zelt für die Feuerkonferenz und das große Podium sind bereits aufgebaut.
Heute Abend fand ein Gottesdienst mit zahlreichen Bürgern der Oberschicht statt – und Jesus rettete viele kostbare Seelen. Bitte betet für uns.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das CfaN-Evangelisationsteam

Tag 1 - Donnerstag 10. April 2008
Liebe Missionspartner!
Unsere Evangelisation begann heute Morgen mit der Feuerkonferenz. Die Kraft Gottes fiel so gewaltig, dass ich meine Predigt nicht beenden konnte. Der Heilige Geist übernahm die Versammlung auf herrliche Weise. Evangelist Daniel Kolenda übernahm den zweiten Teil und schürte noch das Feuer.
Der erste Evangelisations-Gottesdienst, vom dem wir gerade zurückkehrten, begann heute Abend. Es mag eigenartig klingen, aber das Evangelisationsgelände ist ein trockengelegter Sumpf – und es scheint, als wäre er wieder erneuert worden. Ständiger Regen hinterließ riesige Schlammlöcher und machte den Platz fast unpassierbar. Tiefe Gräben wurden gezogen, damit das Wasser irgendwie abfließen kann. Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, versammelte sich trotzdem eine große Menge und hörte aufmerksam der Predigt zu. Es folgte eine reiche Seelenernte und es geschahen viele beachtenswerte Heilungswunder. Der Glaube ist ansteckend. „Indien wird errettet werden“, kann man überall hören.
Bitte betet, dass das Wetter trocken bleibt und eine volle Ernte eingebracht werden darf – zur Ehre Gottes, des Vaters. Wir machen unbeirrt weiter und vertrauen dem Herrn. Herzlichen Dank für alle eure Liebe und Unterstützung.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das CfaN-Team

Tag 2 - Freitag 11. April 2008
Liebe Missionspartner!
Das Evangelisationsgelände, von dem wir gerade zurückkamen, ist noch schlammig und nass, doch wir erlebten eine herrliche Seelenernte. Evangelist Daniel Kolenda machte mit einer kurzen einleitenden Predigt den Anfang. Danach kam ich mit einer brennend heißen Evangeliumsbotschaft. Welch eine Freude herrscht im Himmel über jeden Sünder, der errettet und dessen Seele befreit wurde. Das beigefügte Foto wird euch einen Einblick in diesen Gottesdienst vermitteln.
Mir wird immer deutlicher bewusst, dass sich Indien auf dem Weg in eine neue geistliche Ära befindet. Die Dinge haben sich sehr zum Guten hin gewendet. Delegationen aus anderen Städten kommen nach Kochi, um mich inständig zu bitten, auch zu ihnen zu kommen. Das ist kein Ruf aus „Klein-Mazedonien“ sondern ein herzzerreißender Schrei aus dem großen indischen Subkontinent.
Unsere Feuerkonferenz hier ist außerordentlich gesegnet. Wieder hat der Heilige Geist die Versammlung übernommen und das Feuer fiel, bevor ich mit meiner Predigt zu Ende war. Peter van den Berg machte Fortsetzung und Gott gebrauchte ihn in herrlicher Weise. Eine geistliche Armee gesalbter Männer und Frauen stehen wie einst Josua bereit, den Ruf Gottes zu befolgen und „das Land einzunehmen“. Ich danke euch für eure Gebete, für eure Liebe und eure praktische Hilfe. Wir sind vom Herrn abhängig und schauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das CfaN-Team
Tag 3 - Samstag 12. April 2008
Liebe Missionspartner!
Heute war der Abschluss und Höhepunkt der Feuerkonferenz. 28.600 geistliche Leiter hatten sich in dem riesigen, schönen Zelt versammelt. Und ich muss sagen: Eine Feuerkonferenz wie diese habe ich noch nie erlebt! Der Heilige Geist fiel in einer derart mächtigen Weise, dass es schwer war, auf den Beinen zu bleiben. Die jungen Leute in Indien haben die immens wichtige Beziehung des Heiligen Geistes bei der Erfüllung des Missionsauftrages erfasst. Wir als CfaN-Team sind überwältigt von dem, was Gott getan hat und noch tut!
Die Abend-Evangelisation war von einem Dauerregen begleitet, der sich auf die Besucherzahl auswirkte, doch wir ließen uns davon nicht beeinflussen. Mein Ko-Evangelist, Daniel Kolenda, predigte mit Vollmacht und zahlreiche Menschen wurden durch die Kraft des Blutes Jesu errettet. Danach lehrte ich über die Taufe im Heiligen Geist und sein Feuer fiel auf die große Besucherschar. Gott bestätigte sein Wort mit Zeichen und Wundern.
Bitte betet auch weiter für uns hier an der geistlichen Front.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst,
Reinhard Bonnke und das CfaN-Team


Tag 4 - Sonntag 13. April 2008
Liebe Missionspartner!
Unser heutiger Abschlussgottesdienst der Kochi-Evangelisation fand ebenfalls im Dauerregen statt. Kurz vor Beginn meiner Predigt begann es zu regnen und es blieb dabei bis zum Ende. Dennoch durften wir eine reiche Seelenernte einbringen. Wir sind alterfahrene Openair-Evangelisten und wissen uns zu helfen. Wir danken dem Herrn für mehr als 100.000 dokumentierte Bekehrungen und bereiten uns auf unseren nächsten evangelistischen Einsatz vor.
In diesem Gottesdienst wirkte Gott viele beachtenswerte Heilungswunder. Eine 25-jährige, von Geburt an taubstumme Frau wurde völlig geheilt. Sie und ihre Mutter weinten vor Freude und die Menge pries lautstark den Herrn. Andere wurden von Schlaganfall-Lähmungen, Diabetes und zahlreichen anderen Gebrechen geheilt. Jesus ist wunderbar.
Meiner Meinung nach gingen die stärksten Impulse dieser Evangelisation von der Feuerkonferenz aus. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass wir kaum einmal – wenn überhaupt – ein derart herrliches Wirken des Heiligen Geistes erlebt haben. Gott bereitete beispielhaft den Boden für ganz Indien. Dies kann nur durch das Feuer und die Kraft von oben geschehen. Das Feuer des Heiligen Geistes ist kein extra Bonus oder eine Belohnung für gute Leistungen. Der Heilige Geist ist nicht für die Supergläubigen oder geistlichen Helden reserviert. Gott bewahrt sein Feuer nicht für diejenigen auf, die besonders qualifiziert sind und sich durch das Einhalten aller evangelikalen Regeln der Vollkommenheit ausgezeichnet haben. Unser Mangel macht uns würdig, zu empfangen. Es ist Gottes Gabe für alle: „... ich will meinen Geist ausgießen über alles Fleisch“. Das Feuer des Heiligen Geistes ist unsere erste Voraussetzung, um seine Zeugen zu sein. Sein Wille ist unsere Zukunft. Außerhalb seines Willens ist gar nichts. Wenn unser Leben nicht seinen Zielen folgt, ist es vergeudet und gleicht nutzlosen Spänen auf dem Boden unter einer Werkbank.
Herzlich danke ich euch für eure Gebete und eure Hilfe bei der Erfüllung seines herrlichen Auftrags, Seelen für ihn zu gewinnen.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das CfaN-Team

Kochi (Indien) vom Feuer erfasst!
Regen des Segens
Mit einer Bevölkerungszahl von mehr als einer Milliarde Menschen und als dicht besiedelter Kontinent auf dem Weg, China bald zu überholen, ist Indien ein Missionsfeld von ungeheuren Ausmaßen. Im April dieses Jahres veranstaltete Christus für alle Nationen in der südindischen Küstenstadt Kochi, die direkt am Arabischen Meer liegt, ein „Fest der Guten Botschaft“. Das feuchte tropische Klima ist ideal für den Anbau von Kaffee, Reis und Kokospalmen, doch wir waren wegen einer ganz anderen Ernte gekommen – einer mit Ewigkeitswert.
Obwohl der Monat April normalerweise in die Trockenzeit fällt, ergoss sich bei der Ankunft unseres Teams ein unvorhergesehener Tropenregen über Kochi, der über die ganze Veranstaltungszeit anhielt. Das riesige Evangelisationsgelände, ein trockengelegter Sumpf, hatte sich durch den tagelangen Regen in ein einziges Matschfeld mit tiefen Schlammlöchern verwandelt, was ein Betreten fast unmöglich machte. Menschlich gesehen waren diese verheerenden Wetterbedingungen für eine Open-Air-Evangelisation alles andere als förderlich. Dennoch versammelten sich zum ersten Gottesdienst gleich 75.000 hungrige Seelen und setzten sich den göttlichen Segensströmen aus.
Veränderte und geheilte Herzen
Jeden Abend erklang Reinhard Bonnkes Stimme laut und deutlich über die gewaltigen Lautsprecher, während er den aufmerksamen Zuhörern das Evangelium erklärte. Und dieselbe Botschaft der Errettung, die in Afrika bereits Millionen von Leben verändert hat, fiel mit der ihr innewohnenden Kraft auf diesen fruchtbaren indischen Boden und brachte übernatürliche Resultate hervor. Eine 25-jährige Frau, die von Geburt an taubstumm war, wurde plötzlich geheilt. Ein gebrochenes Rückgrat wurde repariert. Blinde Augen und taube Ohren wurden geöffnet. Zahlreiche Dämonen wurden ausgetrieben. Eine Frau erfuhr von ihrem islamischen Heiler, dass es für ihren schweren Herzschaden keine Heilungschance mehr gäbe. Da riet ihr eine Freundin: „Besuche die Bonnke-Evangelisation und du wirst geheilt werden.“ An diesem Abend spürte sie ein Rumoren in ihrem Brustkorb, während Jesus ihr ein neues Herz schenkte. Tatsächlich wurden viele Herzen durch das größte aller Wunder verändert: Errettung – so frei und erfrischend wie der Regen, der auf jedes Angesicht fällt. Jeden Abend kämpften sich Tausende von Menschen durch Schlamm, Regen, Hitze und allerlei Insekten, um die kostbarste aller Perlen zu erwerben. Viele dieser Menschen, etliche aus der untersten Schicht der indischen Gesellschaft, werden eines Tages mit Christus in der Herrlichkeit regieren. – Errettung ist die größte Beförderung überhaupt.
Die Geburt einer mächtigen Erweckung
Drei Tage lang strömten die Delegierten aus dem ganzen Bundesstaat Kerala, aus Südindien und darüber hinaus zur Feuerkonferenz, um die Salbung des Heiligen Geistes zu empfangen. Während Reinhard Bonnke im ersten Seminar predigte, wurde es bereits deutlich, dass es sich um keine gewöhnliche Konferenz handelte. Die Erwartungshaltung war deutlich spürbar und die Teilnehmer hungerten nach einer Berührung vom Himmel. Noch ehe Pastor Bonnke seine Predigt beenden konnte, begann der Heilige Geist sich unter der Menge zu bewegen. Plötzlich, wie das Rauschen vieler Wasser, brach sich der Lobpreis Bahn und zahlreiche Heilungen geschahen. Eine Frau, die seit sieben Monaten durch einen Unfall rechtsseitig gelähmt war, verspürte ein starkes Vibrieren, während die Kraft Gottes ihren Körper durchströmte. Plötzlich, so erzählte sie, begann ihr rechter Arm sich wie ein Windrad zu bewegen und sie entdeckte erst später, dass sie völlig geheilt war. Eine erwartungsvolle Atmosphäre ist das Saatbeet für Wunder.
Jedes der Feuerkonferenz-Seminare war durchdrungen von einer himmlischen Atmosphäre, doch der Höhepunkt kam während der Abschluss-Versammlung, zu der sich mehr als 31.200 Teilnehmer versammelt hatten. Der Heilige Geist fiel auf die Versammelten, als Reinhard Bonnke gerade mitten in einem Satz war. Die Szene, die dann folgte, ist schwierig zu beschreiben, geschweige denn mit einer Fotokamera einzufangen. Wohin ich auch schaute, überall geschah etwas. Es schien, als wäre keiner unberührt geblieben. Ohne Musik und ohne Aufforderung stieg aus der Menge ein ohrenbetäubender Jubelschrei zum Himmel empor und hielt gut eine Stunde lang an. Einige Leute fielen zu Boden, andere tanzten. Einige weinten und andere lachten. Einige beugten sich tief und ehrfurchtsvoll nieder und andere priesen Gott laut in neuen Sprachen. Jeder Einzelne erlebte etwas. Plötzlich begann Reinhard Bonnke zu prophezeien: „Der Heilige Geist sprach gerade zu mir. Unter den jungen Leuten hier in Indien wird eine mächtige Erweckung beginnen und sie wird sich über die ganze Nation ausbreiten. Die junge Generation wird unaufhaltsam sein, unaufhaltsam sein, unaufhaltsam sein ...“ Sein Übersetzer fiel wie vom Blitz getroffen zu Boden und die jungen Leute begannen zum Podium zu laufen, in ihren Gesichtern erkannte man eine Leidenschaft, wie ich sie selten gesehen habe. Reinhard Bonnke sagte später: „Eine Feuerkonferenz wie diese habe ich noch nicht erlebt! Der Geist Gottes fiel so stark, dass es schwer war, auf den Beinen zu bleiben! Die jungen Leute Indiens haben die immense Bedeutung des Heiligen Geistes in Verbindung mit dem Missionsbefehl Jesu erkannt.“
Indien wird errettet werden
Insgesamt gaben 120.000 Menschen eine ausgefüllte Entscheidungskarte ab. Eine große Beute wurde dem Rachen Satans entrissen und die Macht des Namens Jesu wurde hoch erhoben in einem Land mit zigtausend Göttern und mannigfachen Aberglaubens. Mir wurde bewusst, dass wir uns im Epizentrum einer Druckwelle befanden, deren Auswirkungen in der ganzen Nation zu spüren sein werden. Indien wird errettet werden!
Bericht von Evangelist Daniel Kolenda

Liebe Missionspartner!
Ein gesegneter Dienst, wie wir ihn in Kochi (Indien) erleben durften, ist nur durch Feuer und Kraftwirkungen von oben möglich. Das Feuer des Heiligen Geistes ist kein spezieller Lohn für gute Leistungen oder gar ein geistlicher Luxusartikel. Es ist Gottes Gabe an alle: „... ich will meinem Geist ausgießen über alles Fleisch“ (Apostelgeschichte 2,17).
Ernte trotz Regen
Obwohl kalendermäßig Trockenzeit angesagt war, regnete es in Kochi fast täglich. Das Evangelisationsgelände war ein trockengelegter Sumpf und es schien, als wäre er wieder in seinen vorherigen Zustand versetzt worden. Ständiger Regen hinterließ riesige Schlammlöcher und machte den Platz fast unpassierbar. Tiefe Gräben waren gezogen worden, um das Wasser abfließen zu lassen, und obwohl wir nach dem Gottesdienst durchnässt und schmutzig in unser Quartier kamen, erlebten wir eine wahrhaft reiche Seelenernte! Als Team waren wir vom Wirken Gottes völlig überwältigt! Welch eine Freude herrscht im Himmel über jeden erretteten Sünder und jede befreite Seele!
Heilungswunder geschahen überall. Einige davon waren echt dramatisch, wie die Heilung einer 25-jährigen Frau, die von Geburt an taubstumm gewesen war. Sie und ihre Mutter weinten vor Freude und die Menge pries lautstark den Herrn. Andere wurden von Lähmungen, Diabetes und sonstigen Gebrechen geheilt. Jesus ist wunderbar.
Wir wollen auch weiterhin die Verlorenen suchen. Das, was wir verlassen haben, wurde von Satan wieder eingenommen. Wir befinden uns auf einer Mission, bei der es gilt, jede kostbare Seele für Jesus zu gewinnen und für ihn zurückzufordern. Wir erwarten noch Größeres. Ich danke euch für eure Liebe und eure Gebete. Der Herr segne und belohne euch.
Die bisher beste Feuerkonferenz
Ich muss sagen: Eine Feuerkonferenz wie diese habe ich noch nie erlebt! Etwa 31.200 geistliche Leiter hatten sich in einem riesigen indischen Zelt versammelt. Der Kraft Gottes fiel an allen drei Tagen in einer derart mächtigen Weise, dass ich meine Predigten nie beenden konnte. Der Heilige Geist übernahm in seiner herrlichen Weise die Führung, dass es schwer war, auf den Beinen zu bleiben. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass wir kaum einmal – wenn überhaupt – ein derart herrliches Wirken des Heiligen Geistes erlebt haben wie hier während der Feuerkonferenz. Gott bereitet die Bühne für ganz Indien vor. Die jungen Leute Indiens haben die immense Bedeutung des Heiligen Geistes in Verbindung mit dem Missionsbefehl Jesu erkannt. Überall kann man hören: „Indien wird errettet werden!“
Den Ruf beachten
Für mich ist klar, dass für Indien ein neues geistliches Zeitalter beginnt. Vertreter von 5.000 Gemeinden aus Mumbay (Bombay) kamen nach Kochi und luden uns zu einem „Fest der Guten Botschaft“ ein. Dies ist kein Ruf aus „Klein-Mazedonien“, sondern ein herzzerreißender Schrei aus dem riesigen indischen Subkontinent. Obwohl wir uns gerade auf unsere afrikanische Erntesaison vorbereiten, werden wir diese Not nicht ignorieren. Indien und Afrika werden errettet! Wir haben eine weitere Evangelisation in unseren Kalender geschoben und vertrauen dem Herrn, im Januar 2009 in Mumbay zu evangelisieren.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke, Evangelist
PS: Ich möchte euch, liebe Missionspartner und Freunde, herzlich für alle Treue im Gebet und im Geben danken, mit der ihr uns bei der Erfüllung des Missionsbefehls zur Seite steht.
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