Großevangelisation in Awka, Nigeria
5.–9. März 2008
Vorbericht
Gemeinsam für den Bau des Reiches Gottes
Awka ist Regierungssitz des erst 1991 gebildeten nigerianischen Bundeslandes Anambra und seit vielen Jahrhunderten ein kulturelles Zentrum. Bereits um das Jahr 900 n.C. wurden hier die frühesten belegten Bronzegegenstände Schwarzafrikas hergestellt. Die Stadt besitzt eine große Universität mit 25.000 Studenten. Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftszweig in der Region. Es gibt Ölvorkommen in der Nähe des Flusses Anambra, die die staatseigenen Ölfirma Orient Petroleum Resources fördern will. Der riesige Niger-Strom verbindet das Land mit den großen Hafenstädten am Atlantischen Ozean.
Die Vorbereitungen für die Veranstaltung in Awka laufen auf Hochtouren. Die örtlichen Christen sind bereits mobilisiert. Sie lassen sich in einem zehnstufigen Kurs als Seelsorgehelfer schulen, sie dienen in Gebet und Fürbitte und in den vielfältigen organisatorischen Aufgaben der Vorbereitung. Radio- und Fernsehspots werden in den Regionalsendern ausgestrahlt, um auf das kommende Großereignis aufmerksam zu machen. Hunderte von Pastoren und geistlichen Leitern stehen zusammen, um gemeinsam mit uns in das Erntefeld zu gehen.
Unser CfaN-Regionaldirektor in Westafrika, Rev. John Darku organisiert und koordiniert die Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden. Das ist durchaus eine heikle Aufgabe, denn in den meisten Städten gab es nie zuvor eine übergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Gemeinden über Konfessionsgrenzen hinweg. John Darku dazu:
„Wir sprechen mit den Pastoren und Gemeindemitarbeitern der ausgesuchten Städte und Regionen darüber, wie wichtig es ist, zusammenzukommen und gemeinsam zu arbeiten. Wir reden über die Nacharbeit in den Gemeinden, darüber, dass Reinhard Bonnke nicht kommt, um seine eigene Gemeinde zu gründen, sondern dem ganzen Leib Christi dient. Wir machen klar, dass nach der Evangelisation die neuen Christen gleichmäßig auf die Gemeinden verteilt werden. Nicht selten verdoppelt oder verdreifacht sich die Zahl der Gemeindemitglieder nach einer Evangelisation.
Wir kommen, um mit den afrikanischen Christen gemeinsam zu arbeiten – nicht als die, die alles besser wissen. Wir kommen nicht, um ihnen unsere Ideen aufzudrücken, sondern um Hand in Hand mit ihnen daran zu arbeiten, dass die verlorenen Schafe ins Reich Gottes kommen.“
Ankunft - Dienstag, 04. März 2008
Liebe Missionspartner!
Heute trafen wir in Awka ein, im nigerianischen Bundesland Anambra. Unser erster Besuch galt dem Staatsgouverneur von Anambra, seiner Exzellenz Mr. Peter Obi. Im Anschluss daran empfing uns der Stammesfürst, König Obi Gibson Nwosu. Beide begrüßten uns mit offenen Armen und sagten ihre Teilnahme am Eröffnungsgottesdienst zu.
Auf unserer Fahrt durch die Straßen dieser antiken Stadt wurden wir von der Bevölkerung ebenfalls begeistert begrüßt. – Im gesamten Stadtgebiet herrscht große Freude über unseren Besuch.
Unsere Verpflichtung gilt der Erfüllung des Missionsbefehls Jesu. Was ist ein Evangelist? Ein Evangelist spielt nicht auf einer einsaitigen Fiedel sein Repertoire von ein oder zwei einfachen Melodien herunter, die einer Sammlung von etwa einem halben Dutzend Predigten entstammen. Mein persönliches Vorbild ist Paulus, der größte Verkündiger des Evangeliums, der je lebte.
Er konnte aus voller Überzeugung zu den Ältesten in Ephesus sagen, er habe ihnen „den ganzen Heilsplan Gottes“ verkündigt (Apostelgeschichte 20,27). Ein Evangelist sollte in der Lage sein, das Gesamtbild darzustellen und nicht nur den einen oder anderen Schnappschuss zu präsentieren. Seine Gedanken sollten von den Schätzen des Wortes Gottes überfließen. Und genauso fühlen wir uns: Mit dem Heiligen Geist erfüllt und von Gott gesandt!
Herzlichen Dank für eure Liebe und eure Unterstützung, die es uns möglich macht, auch weiterhin den Armen das Evangelium zu verkünden.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das gesamte CfaN-Team

Tag 1 - Mittwoch, 05. März 2008
Liebe Missionspartner!
Die heutige Auftaktversammlung hier in Awka war reich gesegnet (siehe Foto). Gouverneur Peter Obi eröffnete die Evangelisation und unmittelbar danach verkündete ich die Botschaft der Errettung. Der Hunger nach Gott hier ist sehr groß und das Wort Gottes fiel auf sehr guten Boden. Im Anschluss an die Predigt geschahen wieder zahlreiche Heilungswunder. Lahme können gehen und Blinde sehen. Die Menge war außer sich vor Freude und wir stimmten voll mit ein.
Was immer Menschen denken oder sagen, wir predigen Christus! Es ist nicht unsere Aufgabe zu polemisieren und auf kluge Fragen kluge Antworten zu geben. Menschliche Probleme werden nicht im Kopf gelöst. Die Bibel sagt uns, dass aus unserem Herz „die Quelle des Lebens entspringt“ (Sprüche 4,23). Unsere Botschaft ist für das Herz bestimmt. Die verletzten, von Sorgen und Schuld bedrückten Herzen der Menschen brauchen Stärkung, Hoffnung und Sicherheit. Paulus wusste, dass das Evangelium auf jeden Menschentyp zugeschnitten ist, selbst wenn sie sich so gewaltig voneinander unterschieden wie Juden, Griechen, Barbaren und Römer. Rom war für die Menschen in Judäa eine fremde Welt in seiner Lebensweise, seiner Religion und seiner fremdartigen Kultur. Und gerade in diesem Kontext schrieb Paulus jene bekannten Worte: „… so liegt mir alles daran, auch euch in Rom das Evangelium zu verkündigen. Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt“ (Römer 1,15-16). Das Evangelium durchdrang Griechenland und Rom und all die anderen Gebiete des Römischen Reiches – nicht durch das Schwert, sondern aus seiner innewohnenden Kraft. Das Evangelium birgt in sich das Geheimnis seines eigenen Erfolgs. Wir sind beauftragt, es immer wieder zu verkünden.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das gesamte CfaN-Team

Tag 2 - Donnerstag, 06. März 2008
Liebe Missionspartner!
Heute Abend hatte sich sie Besucherzahl gegenüber gestern mehr als verdoppelt. Die Versammlung war erfüllt von einer Atmosphäre der Befreiung. Die Macht des kostbaren Blutes Jesu löste eine wahre Rettungsflut aus und Gott bestätigte sein Wort durch zahlreiche Zeichen und Wunder, so wie bei dem geheilten Polizisten auf dem beigefügten Foto. Er war gelähmt, stumm und blind, aber Jesus verabreichte ihm von Kopf bis Fuß eine komplette „Heilungspackung“. Ein zwölfjähriges Mädchen, das zuvor noch nie laufen konnte und von seiner Mutter zur Evangelisation gebracht worden war, bezeugte öffentlich seine vollkommene Heilung. Ganz Awka ist von der Kraft Gottes aufgerüttelt. Dies ist Evangeliumskraft pur!
Es herrscht die Ansicht, das Evangelium müsse völlig neu interpretiert und der heutigen Zeit angepasst werden, indem man sich der überragenden menschlichen Weisheit beugt. Man unterstellt damit, das Evangelium der Apostel passe offenbar nicht mehr in unsere Zeit. Das ist völlig absurd.
Die Sonne ist ziemlich alt, trotzdem bevorzuge ich sie jedem elektrischen Licht. Sie ist ganz gewiss völlig unabhängig von allem, was sich kluge Menschen je ausgedacht haben. Das Evangelium ist die Wahrheit und keine theologische Theorie aus dem ersten Jahrhundert. Wenn das Evangelium je radikal war, dann ist es jetzt. Es steht im krassen Gegensatz zu allem anderen. Es ist wahrhaftig das Licht, das im Dunkeln scheint. Ich betrachte seine Botschaft als absolut zeitgemäß. Wir können die Verheißung, die Kraft und die Realität des Evangeliums als Gegenstück zu den schwachen Spekulationen unserer unsicheren Welt zeigen. Das Wort Gottes zu verkünden ist die schönste Herausforderung!
Wir danken euch herzlich für eure Begleitung im Gebet.
In Jesu Liebe und in seinem Geist
Reinhard Bonnke und das CfaN-Evangelisationsteam

Tag 3 - Freitag, 07. März 2008
Liebe Missionspartner!
Obwohl die heutige Evangelisations-Versammlung total verregnet war, weigerten sich die Besucher nach Hause zu gehen. Die tropischen Regengüsse ließen nicht nach, so predigte ich eine kurze Evangeliumsbotschaft, machte einen Altarruf und betete noch für die Kranken (schaut euch bitte das Foto an). Während das Wasser in Bächen über das hügelige Gelände strömte, verharrten die Menschen an ihren Plätzen und priesen fröhlich den Herrn. Viele der Neubekehrten hatten ganze Ladungen von Zauberei-Gegenständen mitgebracht, die wir mit Hilfe von viel Petroleum öffentlich verbrannten. Das war ein gewaltiges Signal der Königsherrschaft Jesu an die sichtbare und unsichtbare Welt, trotz des starken Regens.
Wir sind dadurch weder entmutigt noch abgeschreckt. Morgen sind wir wieder trocken und kehren aufs Evangelisationsgelände zurück. Wir werden uns nicht davon abhalten lassen, die Verlorenen zu suchen! Es ist jede Mühe wert. Evangelisation ist nichts anderes, als dass der Heilige Geist durch uns Menschen die verlorene Welt liebevoll umarmt. Es ist der Vater, der dem heruntergekommenen und hungrigen Sohn entgegeneilt. Es ist der gute Hirte, der im Gestrüpp der rauen Hügel nach dem einen verirrten Schaf sucht. Es ist die Frau, die alle Mühe aufwendet, um das verlorene Geldstück wieder zu finden. Es ist Jesus in uns, der unermüdlich die Unerwünschten willkommen heißt.
Morgen Vormittag ist der Höhepunkt und Abschluss der Feuerkonferenz und am Abend ebenfalls eine große Evangelisations-Veranstaltung. Bitte betet weiter für uns.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das gesamte CfaN-Team

Tag 4 - Samstag, 08. März 2008
Liebe Missionspartner!
Heute fiel kein Regen, dafür aber das Feuer Gottes. 18.000 geistliche Leiter hatten sich zur Feuerkonferenz versammelt und wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt. Dieser gewaltige göttliche Segen wird ganz gewiss noch jahrzehntelang zu spüren sein. Gott beruft keine Halbherzigen in seinen Dienst. Er lässt die Unentschlossenen und Verzagten in Ruhe. Wir suchen nicht nach faulen Ausreden, sondern wir handeln entschlossen im Namen Jesu.
Schaut euch das Evangelisations-Foto vom heutigen Abend an. Zuerst bahnte sich eine Woge der Errettung ihren Weg und danach fiel die Kraft Gottes auf die Versammelten. Eine Mutter brachte ihre geistesgestörten Zwillingstöchter, die beide mit Ketten gefesselt waren, und beide wurden völlig frei. Es war herzbewegend und viele Leute weinten. Jesus schenkt den Gefangenen die Freiheit, – darin ist alles zusammengefasst. „Hier gibt es tonnenweise Wunder“ sagte mein Assistent Scott über Kopfhörer zu mir. Sie waren wirklich unzählbar.
Morgen am Sonntag findet unsere Evangelisation ihren abschließenden Höhepunkt. Herzlich danke ich euch, dass ihr es uns möglich macht, diesen Dienst zu tun. Wir lieben euch und danken Gott für euch.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das gesamte CfaN-Team

Tag 5 - Sonntag, 08. März 2008
Liebe Missionspartner!
Hunderttausende Besucher drängten heute Abend auf das Evangelisationsgelände. Wir durften eine weitere gewaltige und herrliche Seelenernte einbringen. Gott wirkte zahlreiche beachtenswerte Heilungswunder. Ein 12-jähriger Junge, der von Geburt an blind gewesen war, empfing sein Augenlicht. Seine Tante, die ihn zur Evangelisation mitgebracht hatte, war außer sich vor Freude – und wir natürlich auch.
Mein Team und ich sind überwältigt bei dem Gedanken, dass der Herr uns – gemeinsam mit euch – eine derart reiche Ernte anvertraut. Herzlichen Dank für alle eure Gebete, eure Unterstützung und Liebe. Ich bin davon überzeugt, dass ihr beim Anschauen der Evangelisationsfotos etwas von dem gewaltigen Segen verspüren werdet.
In Jesu Liebe und in seinem Dienst
Reinhard Bonnke und das gesamte CfaN-Team

Fotos: Oleksandr Volyk
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