| Die Schlüssel des Königreiches |
| Geschrieben von: Reinhard Bonnke |
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Ich
werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben Die Kraft Gottes ist nicht einfach nur Glaube in oder an Kraft. Sie ist auch nicht etwas, von dem wir erwarten können, dass sie automatisch in jedem x-beliebigen Gottesdienst aktiv ist, verborgen und unsichtbar. Die Kraft Gottes muss offenbar und erkennbar sein. Sie muss Auswirkungen zeigen, die sowohl im körperlichen wie auch im charakterlichen Bereich unzweifelhaft auf Gott verweisen. Das Leben der Menschen muss in sichtbarer Weise berührt sein. Der Heilige Geist ist keine Theorie und kein Glaubenslehrsatz von etwas aus einer weit entfernten Welt, von der wir kaum etwas wissen. Er ist auch kein sanft dahinhauchender, „transzendenter Einfluss“. Seine Kraft ist immer Kraft, die erkennbare Auswirkungen hat. Seien wir ehrlich: Das Christentum ist entweder übernatürlich oder unnatürlich Es gibt zwei Arten
von Kraft. Die eine, von der die meisten Christen sprechen, ist dunamis. Mit diesem Wort können wir uns
identifizieren, weil es in unserer Sprache häufig vorkommt, zum Beispiel in
Dynamo, Dynamit, Dynamik. Diese Worte beschreiben Kraft, die noch „eingepackt“
ist. Dynamit ist eine graue Substanz, die du in deiner Brieftasche
transportieren kannst. Aber sei vorsichtig damit, denn es ist ein Kraftpaket.
Es ist eine verborgene Kraft, die noch eingelagert ist. Seien wir ehrlich: Das Christentum ist entweder übernatürlich oder unnatürlich. Wir hatten und haben einen übernatürlichen Jesus mit einem übernatürlichen Handeln. Er schafft durch ein übernatürliches Evangelium in einer übernatürlichen Bibel seine übernatürliche Gemeinde. Nimm das Übernatürliche weg und du hast das Leben und die Vitalität des Christentums weggenommen. Die Kirche wird dann nichts anderes mehr sein als ein moralischer Verein, ein sozialer Club, eine humanitäre Organisation. Doch ihre eigentliche Bestimmung ist, das Stromleitungssystem der Kraft Gottes in diese kraftlose Welt hinein zu sein. Die Apostelgeschichte berichtet vom Tag der kleinen Anfänge, die den Weg für die Taten der heutigen Zeit bahnten. Das christliche Zeitalter ist das Zeitalter der Kraft. Im Alten Testament lesen wir vom Gott der Wunder, der unter Mose und zur Zeit Elias und Elisas große Taten tat. Viel mehr finden wir nicht in den 39 Büchern des Alten Testamentes, abgesehen von einigen Fällen, in denen der Heilige Geist auf einzelne Personen und Propheten fiel. Doch dann gab Jesus die Schlüssel des Königreiches Gottes an Petrus weiter (Matthäus 16,19). Diese Schlüssel sind nicht etwas, was am Gürtel von Petrus herabhängt und klimpert, während er vor dem Perlentor steht. Die Schlüssel sind das Evangelium von Christus dem Gekreuzigten und seinem Heiligen Geist. Er öffnete damit das Königreich und auch uns heute sind die gleichen Schlüssel gegeben. Petrus sah, was noch niemand auf Erden je gesehen hatte: dreitausend Menschen, die sich an einem einzigen Tag in Buße umwandten und durch den Heiligen Geist wiedergeboren wurden. Dann zogen die Apostel aus und testeten die Kraft dieser Schlüssel. Die Toten standen auf, die Tauben, Blinden und Gelähmten erhielten ihre völlige Gesundheit zurück. Menschenmengen wandten sich Jesus zu und etwas Neues entstand in dieser Welt, die Gemeinde Jesu. Pfingsten ist das Geschenk des Heiligen Geistes an diese Welt in erkennbarer Form. Es ist das Wirken Gottes in der natürlichen und materiellen Welt. Wir können sein Wesen nur dann erkennen, wenn er sich manifestiert. Es gibt keinen „ruhenden Geist“ oder einen „Geist der Stille“. Der Kernpunkt von Pfingsten ist die gewaltige Bewegung des Geistes als ein mächtiger Wind und flammende Feuerzungen vom Himmel. Es gibt keinen Geist ohne Bewegung, genauso, wie es keinen Wind ohne Bewegung gibt. Ein Wind, der nicht weht, ist überhaupt kein Wind. Wind ist niemals ruhige, stehende Luft. Der Heilige Geist ist ein Sturmwind. Niemand kann still in einem Sturm der Windstärke 8 stehen und dezent über die Atmosphäre plaudern. Wo der Geist ist, da ist Aktivität, da ist das Übernatürliche, da ist das Wirken Gottes. Ein Wind, der nicht weht, ist überhaupt kein Wind Jedes Gespräch über Wunder als Dinge, die der Vergangenheit angehören, verneint die eigentliche Absicht und die Natur des Evangeliums und den Charakter des Heiligen Geistes. Der Geist wurde gesandt, um in der Welt aktiv zu sein. Verneine die übernatürliche Kraft des Heiligen Geistes und du verneinst das, was der Auftrag der Christenheit ist. Gottes Kraft wirkt in unserer heutigen Zeit unter uns. Das macht dieses Zeitalter zum Zeitalter des Christentums. Wir können es auch das Zeitalter des Heiligen Geistes oder das pfingstliche Zeitalter nennen. Manchmal haben Leute vorgeschlagen, die Apostelgeschichte in „Die Geschichte der Taten des Heiligen Geistes“ umzubenennen. Vielleicht. Das Buch beschreibt die Taten der Apostel, so wie es im Titel anklingt, aber es gibt ganz sicherlich keinen ansatzweise erschöpfenden Bericht über das, was der Heilige Geist getan hat. Er hat mit Ende von Kapitel 28 keinesfalls aufgehört zu handeln, im Gegenteil. Der Pfingsttag dauert nun schon seit über 2000 Jahren an. Die Apostelgeschichte geht ununterbrochen weiter, über die Taten der frühen Kirche bis zum heutigen Tag. Sie berichtet vom Tag der kleinen Anfänge, die den Weg für die Taten der heutigen Zeit bahnten. Die Apostelgeschichte ist ein Buch, an dem noch immer geschrieben wird! |
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