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Weshalb es uns gibt
Geschrieben von: Reinhard Bonnke   

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So ist doch für uns ein Gott, der Vater, von dem alle Dinge sind und wir auf ihn hin, und ein Herr, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.
1. Korinther 8,6

Die moderne Wissenschaft mit ihren Möglichkeiten erforscht das Universum und gibt uns Einsicht über die erschreckenden Ausmaße von Raum und Zeit. Wir können in ein endloses Jenseits schauen, ein samtiges, dunkles Firmament, das glitzert vom Leuchten unzählbarer Galaxien. Unsere kleine Welt besteht inmitten einer wirbelnden Unendlichkeit. Wir blicken in die Weite über uns und das, was wir sehen, übersteigt unser Denken und überwältigt unseren Geist.

Inmitten dieses wirbelnden galaktischen Wunderwerkes mit all den zahllosen Sternen, die wie Staubwolken sind, in diesem allumfassenden Strudel – haben wir als Menschen überhaupt irgendeine Bedeutung? Kann die schwache Stimme unserer Verkündigung in dieser Unendlichkeit irgendetwas erwirken? Welchen Nutzen hat unser Evangelium gegenüber der Weite solch einer kosmischen Dimension?

Es gibt darauf nur eine einzige Antwort: Dies alles ist das Wirken Gottes. Er selbst ist die Erklärung dafür – vollständig und ausreichend. Die Schöpfung ist die Signatur des Allmächtigen. Er gestaltete und formte alles Sichtbare für sich selbst. Er prägte und bearbeitete sie auf seinem Amboss, wie es ihm gefiel. Wir sind zu endlich und begrenzt für diese unendliche Herrlichkeit, doch Gott der Schöpfer ist zu groß für irgendetwas, was kleiner wäre. Die Pracht und Größe der Himmel ist nur eine blasse Reflektion seiner Herrlichkeit. Die leuchtenden Sternennebel sind wie Juwelen, die von seinem Gewand fielen und verstreut wurden, während er vorüberschritt. Die Milchstraße ist wie ein Ring für seinen kleinen Finger.

Am Himmel wurde es schön durch seinen Wind ...
Siehe, also geht sein Tun,
und nur ein geringes Wörtlein davon haben wir vernommen.

Hiob 26, 13-14

Gott schuf alle Dinge und er sagt uns auch warum, er überlässt uns nicht den Mutmaßungen. Sein Wort ist viel größer als die Schöpfung. Er hat uns in dieser Welt mit seinem Wort und für sein Wort belassen, als Geschöpfe der Intelligenz und des Verstehens inmitten wirbelnder Sternenwolken ohne jedes Bewusstsein.

Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel fliegen,
der das ewige Evangelium hatte, um es denen zu verkündigen,
die auf der Erde ansässig sind, und jeder Nation
und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk
Offenbarung 14,6

Die Schöpfung besteht nur in Beziehung zum Schöpfer. Nichts existiert für sich selbst, niemand existiert isoliert von anderen – mit Ausnahme aufsässiger Sünder, die durch ihre Rebellion ihre eigentliche Wertigkeit verlieren, nämlich Gott.
Wir tragen in uns selbst keine Bedeutung und ohne Gott sind wir belanglos. Ohne Gott wird unsere Welt mit all ihrer Wirtschaft, ihrer geschäftigen Aktivität, ihren Regierungen und Organisationen nichts anderes als Eitelkeit und geistliche Vermessenheit werden, so ziellos wie der Wind, der von Süd nach Nord weht und wieder zurück (siehe Prediger 1,6).

Du bist würdig, unser Herr und Gott,
die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu nehmen,
denn du hast alle Dinge erschaffen,
und deines Willens wegen waren sie
und sind sie erschaffen worden.
Offenbarung 4,11

Die Himmel verkünden Gottes Herrlichkeit und sein Wort erklärt es uns. Das ist das Wort, das wir predigen, die gute Nachricht, die wir weitergeben. Es kann kein anderes Wort geben, nur eine einzige Botschaft kann die wahre sein, genauso wie alle Existenz nur eine Ursache und eine Bedeutung haben kann. Die unveränderliche Wahrheit ist, dass wenn die Welt nicht in Beziehung zum Evangelium steht, sie in Beziehung zu gar nichts steht. Wenn die Welt nicht mit der Gemeinde Jesu Christ in Beziehung steht, dann ist sie ein Nichts und geht nach Nirgendwo.

Das Evangelium und nichts anderes erklärt das alles. Lehne das Evangelium ab und die Dunkelheit fällt. Keine andere Quelle vermag uns zu sagen, wofür es diese Welt gibt, kein anderes Licht erleuchtet das Geheimnis unserer Existenz auf dem Planeten Erde.

Unsere Botschaft ist viel mehr als Vergebung und himmlische Ewigkeit. Unsere Berufung ist, der Welt freundlich die Hand auf die Schulter zu legen und sie umzudrehen, so dass sie Gott erkennen kann. Das wird ihm Ehre geben. Der Herr ist der Erlöser. Er ist nicht für uns da, sondern wir leben für ihn. Er errettet uns für sich selbst, für seine eigene Ehre. Unser Predigen hört nicht bei Menschen auf, sondern bei Gott. Er freut sich an dem, was er für uns getan hat. Er liebt uns, denn zu lieben macht ihm Freude. Er liebt weit über alle Maßstäbe menschlicher Zuneigung hinaus und macht selbst das Leiden am Kreuz zu einem Ausdruck seiner Liebe. Sein Schmerz vermag das deutlich zu machen. Er findet Genugtuung im Geben, und so gießt er sich selbst ganz für uns aus, umgibt uns mit Wundern, indem er seine Erlösten zum Garten der Freude macht, in welchem er wandelt.

Das Evangelium zu verkündigen, ist für ihn vorwärtszugehen, mit ihm zu agieren, ihn zu lieben und die Lust an seiner Freude als Privileg, Bedeutung und Bestimmung unseres Lebens zu genießen. Gott ist der Gott der Errettung. Das ist das ABC und auch das XYZ unserer Erkenntnis.

Der hat uns errettet und berufen mit heiligem Ruf, nicht nach unseren Werken,
sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade,
die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben,
jetzt aber geoffenbart worden ist durch die Erscheinung
unseres Heilandes Jesus Christus, der den Tod zunichte gemacht,
aber Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat
durch das Evangelium.

2. Timotheus  1,9-10

 

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Die Gemeinde Jesus ist kein Vergnügungsdampfer, sondern ein Rettungsschiff und an Deck wird jede Hand gebraucht!
(Reinhard Bonnke)