| Das wirkliche Leben ergreifen |
| Geschrieben von: Reinhard Bonnke |
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Jetzt ist genau die Zeit um zu leben – um das wirkliche, echte und wahre Leben zu ergreifen. Jetzt und heute!
Jesus sprach einmal über einen Mann, der unermüdlich arbeitete, bis er sich irgendwann dazu entschloss, dass es nun an der Zeit sei, sich zur Ruhe zu setzen. Doch mitten in seine Freude, nun endlich die Früchte einer 40-jährigen Arbeit genießen zu können, erhielt er eine unerwartete Botschaft: „Du Tor! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern.“ (Lukas 12,20). Welche Tragik! Er hatte zu lange gezögert, damit zu beginnen, sein Leben wirklich zu leben. Jeremia war ein wahrhaft heiliger Prophet. Er zeigte uns die ungeschminkte und schonungslose Wahrheit über seine Nation Juda. Er warnte den letzten König, Zedekia, bevor die Babylonier kamen und das Land wie mit einem Besen von der Landkarte fegten: „Vorüber ist die Ernte, die Obstlese ist zu Ende, und wir sind nicht gerettet!“ (Jeremia 8,20). Diese Situation war ganz ähnlich: Das Volk hatte zwar gute Zeiten erlebt, aber trotzdem das wahre Leben verpasst. Eine überragende Bestimmung In einem naturkundlichen Museum sah ich einmal eine große Ausstellung mit einer Ameisenkolonie in einem Glaskasten. Es war interessant. Alle waren äußerst beschäftigt. Von außen konnte ich ihren gesamten Lebensraum überblicken, sie waren völlig isoliert und abgeschottet von allem anderen, was in diesem Museum um sie herum geschah. Sie existierten nur für sich selbst und hatten keine Verbindung zu den Dingen außerhalb ihres kleinen Lebensraumes. Nun, das mag für Ameisen ganz okay sein, doch trifft das vielleicht auch für den ein oder anderen von uns zu? Leben wir ein Leben, das keine Verbindung zu etwas Höherem hat, das jenseits von uns selbst liegt? Es erinnert mich ein wenig an das Gebet eines einfältigen Mannes: „Herr, segne mich und meine Frau und unseren Sohn und seine Frau. Uns vier und sonst niemanden. Amen!“ Keine höhere Bestimmung; nichts, das darüber hinausgeht, als nur etwas Segen für uns selbst? Nun, ein Leben ohne Gott ist tatsächlich so. Denn entweder wir haben Gott oder wir haben gar nichts außer unserer blanken Existenz, die letztendlich einmal in einer Sackgasse enden wird – und das inmitten einer Welt, die sich wie ein Karussell so lange dreht, bis ihr früher oder später der Dampf ausgeht. Was gilt unser Leben, wenn wir nicht in einer Beziehung zu Gott stehen? Wir sind völlig belanglos und irrelevant – und genauso ergeht es der Welt der Industrie und der Wirtschaft um uns herum. Was nicht mit Jesus in Verbindung steht, wird letztlich nichts anderes sein, als eine banale Belanglosigkeit. Der Plan des Schöpfers Der geniale Plan des Schöpfers sieht etwas Besseres für uns vor, als das, was uns von Geburt aus mitgegeben wurde. Es kostete ihn viel, diesen Plan für uns verfügbar zu machen. Ja, es kostete Gott mehr, als die Erschaffung der Erde. Denn dieser Plan für uns konnte nicht durch ein noch so mächtiges Schöpfungswort „Es werde …!“ durchgesetzt werden. Dieser Plan kostete etwas, was nur Gott allein geben konnte – wertvoller als alles Gold. Er gab all das, was er am meisten liebte, seinen Sohn. Nur am Kreuz kann man ermessen, was er für uns zu tun bereit war. Er gab alles! Dinge wie Gnade, Güte, sein Segen und all die Gaben gehören mit hinein in dieses große Paket, dieses überwältigende Geschenk an uns – Jesus Christus. Gott hat uns Leben gegeben und zwar Leben in einer Qualität, die man nur an dem Preis erkennen kann, den er dafür zu zahlen bereit war – seinen geliebten Sohn. Uns ist mit Jesus alles gegeben, was notwendig ist, um ein wahres, echtes, wirkliches Leben zu beginnen. Ein Leben „… wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat.“ (Römer 12,3). Doch dies geschieht nicht automatisch. Wir haben die völlige Freiheit, es zu wählen oder es auszuschlagen. Zahlreiche Gaben Gottes erhalten wir ohne danach zu fragen: Dinge wie Sonne, Regen und Luft gibt es umsonst. Doch manche anderen Gaben wird er uns nicht aufdrängen oder einfach in den Schoß fallen lassen. Es sind Dinge, die er uns ganz persönlich direkt aus seiner Hand in unsere Hand geben möchte. Es sind kostbare Dinge. Und das Prinzip, nach dem Gott dabei handelt, ist: „Bittet, und es wird euch gegeben werden … Denn jeder Bittende empfängt“ (Lukas 11,9-10). Wenn wir um nichts bitten, dann werden wir auch nichts empfangen. Und wenn wir nichts empfangen, von dem, was Gott für uns eigentlich vorbereitet hat, dann werden wir so wenig Verständnis von Gottes Gnade und seinen Gaben haben, wie eine Motte von Mozart. Millionen Menschen empfangen dieses wirkliche Leben von Gott – und Millionen andere tun es nicht. Dabei geht es hier nicht in erster Linie um eine akademische oder theologische Frage. Manche verpassen das, was Gott für sie hat, einfach nur, weil sie in ihrem Herzen Vorurteile haben und sich von diesen leiten lassen oder weil sie „modern“ denken und urteilen möchten und davon ausgehen, dass Gott nicht mehr zeitgemäß ist. Doch glaub mir: Gott unterliegt nicht der Mode. „Der Herr kennt, die sein sind“ (2. Timotheus 2,19) Etwas Größeres als wir selbst Jeder von uns hat unterschiedliche Dinge, die ihm Freude und Genugtuung bereiten, zum Beispiel beim Essen, bei Musik, bei Sport, Arbeit, Unterhaltung usw. Doch all diese Vorlieben sind vergänglich und können uns nicht wirklich zufrieden stellen. Denn in unserem Inneren gibt es ein Begehren, das lautstark nach etwas von wirklicher Bedeutung verlangt, nach wirklicher Liebe, die sich an uns bindet, nach einer Sache, die uns zu etwas macht, was größer und bedeutungsvoller ist als unser kleines Selbst. Gott hat die Welt für uns geschaffen, doch wir sind etwas, was größer ist als die Welt - sie wird uns nie erfüllen oder zufrieden stellen können. Nur die Hand Gottes kann uns in das Leben hineinbringen, nach dem wir uns sehnen, er allein kann uns zum Wachstum bringen. Wir sind hier für seine Pläne und Absichten – um Seinen Willen zu erfüllen. Und Sein Wille ist kristallklar: „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!“ (Markus 16,15). Seinem Ruf zu folgen ist die edelste Weise, ein Leben auf dieser Erde leben zu können. Lebst du so? Ich möchte dich einladen, in diesem neuen, vor uns liegenden Jahr 2009, mit dem Herrn in einer neuen Weise voranzugehen. Die Welt um uns herum ist gefangen in Angst, Sorgen, Unfrieden und Ruhelosigkeit, man hat den Eindruck, dies gilt heute mehr denn je. Doch Gott hat echtes, wirkliches Leben für dich bereit. Leben in einer direkten Verbindung zu ihm, in direkter und tiefer Herzensbeziehung zu ihm. Er will dich leiten, will dich gebrauchen als einen Menschen, der sein Wort weitergibt, sein Reich baut und seinem Ruf folgt. Triff die Entscheidung, dich im neuen Jahr von Gott gebrauchen zu lassen. Tritt heraus aus deinem kleinen Selbst. Bitte den Herrn, dir dabei zu helfen, das wirkliche, echte und wahre Leben zu ergreifen, das du nach Seinem Willen leben sollst. Glaube mir: Jetzt und heute ist genau die Zeit, um für den Herrn und Sein Reich zu leben! 2009 – Es ist an der Zeit, das wirkliche Leben zu ergreifen!
„Den Reichen in dem gegenwärtigen Zeitlauf gebiete, nicht hochmütig zu sein, noch auf die Ungewissheit des Reichtums Hoffnung zu setzen - sondern auf Gott, der uns alles reichlich darreicht zum Genuss - Gutes zu tun, reich zu sein in guten Werken, freigebig zu sein, mitteilsam, indem sie sich selbst eine gute Grundlage auf die Zukunft sammeln, um das wirkliche Leben zu ergreifen.“ (1. Timotheus 6,17-19) |





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