Die Geschichte des Missionswerkes
Christus für alle Nationen e.V.
Ein blutgewaschenes Afrika – ein Kontinent, gewaschen im Blute Jesu Christi –, das war die Vision, die Evangelist Reinhard Bonnke vor über 30 Jahren von Gott erhielt. Seit jenem Tag erfüllt ihn der brennende Auftrag, Afrika für Jesus Christus zu gewinnen. „Ob ich esse oder trinke, wache oder schlafe, die Vision ist immer gegenwärtig, sie lässt mich nie los“, bekennt er freimütig.
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(Stand: 04. September 2009)
Der Anfang
Die ersten acht Jahre auf dem Missionsfeld verbrachte Reinhard Bonnke mit typischer Missionsarbeit in dem kleinen unabhängigen Gebirgs-Königreich Lesotho. Er baute eine Kirche in der Hauptstadt Maseru und gründete einen Bibel-Korrespondenzkurs, durch den viele tausend Menschen in Lesotho und anderen Teilen Afrikas mit dem Evangelium erreicht wurden. Trotzdem sehnte er sich nach mehr.
Dieses tief verwurzelte Verlangen wurde noch durch eine Vision verstärkt, die er im Jahre 1972 hatte. Mehrere Nächte hintereinander sah der Missionar das Bild eines im Blute Jesu rein gewaschenen Afrikas vor sich. Gleichzeitig vernahm er die Stimme des Heiligen Geistes in seinem Herzen, die ihm wieder und wieder die Worte zuflüsterte: „Afrika soll gerettet werden!“ Dieses Erlebnis packte ihn so stark, dass er fortan nur noch von dem einen Ziel erfüllt war, ganz Afrika mit der Botschaft des Evangeliums zu durchdringen, von Kapstadt bis Kairo.
Aufgrund konkreter göttlicher Führungen wurde Reinhard Bonnke auf die Spur von Groß- evangelisationen gebracht, und diese evangelistischen Einsätze verliefen von Mal zu Mal erfolgreicher. Dennoch gab es ein Problem, das ihm sehr zu schaffen machte: Durch die ungünstigen Witterungsverhältnisse in Afrika wurden die Evangelisationsveranstaltungen oft stark beeinträchtigt. Eine Zeit lang hatte er ein kleines Zelt benutzen können, das ca. 800 Menschen Schutz vor den Elementen bot, aber dieses Zelt reichte schon bald nicht mehr aus für die Massen, die in die Versammlungen strömten. Dem Evangelisten tat das Herz weh, wenn er mit ansehen musste, wie Behinderte hilflos im Rollstuhl saßen und von heftigen Regengüssen durchnässt wurden oder wie andere bei eiskaltem Wetter der Verkündigung des Evangeliums lauschten. Etwas musste geschehen! Er benötigte ein größeres Zelt!
Das "Große Zelt"
 1978 konnten Reinhard Bonnke und sein Team nach viel Gebet und jahrelanger harter Arbeit endlich ein neues Zelt mit ca. 10.000 Sitzplätzen einweihen. Doch auch dieses Zelt erwies sich schon bald als zu klein für die herbeiströmenden Massen. Im Verlauf der Jahre 1978 und 1979 verstärkte sich der Eindruck, dass ein noch größeres Zelt erforderlich sei. Und während das 10.000-Mann-Zelt pausenlos in verschiedenen Ländern Afrikas im Einsatz war, begannen die Konstruktionsarbeiten an einem neuen, wesentlich größeren Zelt. Das „größte Zelt der Welt“, wie es im Guinness-Buch der Rekorde genannt wird, wurde am 18. Februar 1984 für die Arbeit des Herrn eingeweiht. Es ist eine sieben Stockwerke hohe Konstruktion, die bis zu 34.000 Menschen Platz bietet.
Der evangelistische Dienst von Christus für alle Nationen ist inzwischen weit über die einst so große Vision des Zeltes hinausgewachsen. Die Konstruktion wird heute von anderen Missionswerken in Afrika zur Evangelisierung ihres Kontinents eingesetzt.
Die Großevangelisationen
Die meisten Evangelisationen mit Reinhard Bonnke und dem CfaN-Team werden heutzutage entweder in Sportstadien oder auf riesigen freien Plätzen abgehalten. Der einfache Grund hierfür ist, dass die Besucherzahlen inzwischen das Fassungsvermögen des „großen Zeltes“ um ein Vielfaches überstiegen haben. Zwei Beispiele aus der Vergangenheit machen das deutlich: Während der Evangelisation in Nairobi (Kenia) im Jahr 1988 strömten bis zu 200.000 Menschen in einen Gottesdienst. In Kaduna (Nigeria) im Oktober 1990 waren es allein 500.000.
Die Errettung eines Kontinents wird Realität – „nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr“. Allein im Zeitraum von 14 Jahren (1987–2000) besuchten insgesamt über 53 Millionen Menschen die CfaN-Evangelisationen. 16 Millionen trafen eine klare Entscheidung für Jesus Christus und wurden in die Betreuungsprogramme der jeweiligen Ortsgemeinden aufgenommen.
Was jedoch seit November 1999 geschieht, übertrifft bei Weitem alles bisher Erlebte. Als Reinhard Bonnke und sein Team nach 8-jähriger Abwesenheit erstmals wieder in Nigeria evangelisierten, versammelten sich in Benin City in einem Gottesdienst bis zu 500.000 Menschen, in sechs Tagen insgesamt 2 Millionen. Danach folgten Evangelisationseinsätze in den nigerianischen Städten Port Harcourt, Calabar und Aba. In Aba drängten sich 600.000 Besucher auf einem Schulgelände, um an einer Versammlung teilzunehmen. Allein in diesen vier Evangelisationen entschieden sich insgesamt 4 Millionen Menschen für Jesus.
Am 29. April 2000 predigte Reinhard Bonnke zu 210.000 Zuhörern im islamisch regierten Sudan auf dem zentral gelegenen „Green Square“ in der Hauptstadt Khartum. 148 Kirchen, darunter auch Katholiken und Episkopale, hatten den Evangelisten zu einem „Osterfest“ eingeladen. Während dieser 6-tägigen Evangelisation entschieden sich mehr als 130.000 Menschen, überwiegend Moslems, für Jesus. Zwei weitere Evangelisationen in Äthiopien schlossen sich an, während bereits die Vorbereitungen für die geplante Großevangelisation in Lagos, Nigeria, auf Hochtouren liefen.
Lagos 2000 – die Millenniums-Evangelisation vom 7.–12. November 2000
Diese 6-tägige Großevangelisation wurde von insgesamt 6 Millionen Menschen besucht. Zur Abschlussveranstaltung am Sonntag, dem 12.November, hatten sich 1,6 Millionen Menschen auf dem riesigen Gelände am Oshodi-Apapa-Expressway in Lagos versammelt. Dies war die bisher größte Besucherzahl in der 25-jährigen Geschichte von Christus für alle Nationen. Ihr Anblick glich einem riesigen wogenden Menschenmeer.
2000 christliche Kirchen in Lagos hatten in einer einzigartigen Arbeitsgemeinschaft diese Evangelisation vorbereitet. 200.000 geschulte Seelsorgehelfer händigten insgesamt 3,9 Millionen Broschüren „Now that you are saved“ (in Deutsch: „Für immer im Plus“) an die Neubekehrten aus und erhielten 3,4 Millionen ausgefüllte Entscheidungskarten.
Parallel zur Evangelisation fand im Nationalstadion von Lagos eine Feuerkonferenz statt, an der rund 80.000 Pastoren, Evangelisten und kirchliche Mitarbeiter teilnahmen, um sich für ihren geistlichen Dienst neu inspirieren und ausrüsten zu lassen.
Mit einer weiteren Evangelisation in Enugu, Nigeria, wurde das Jahr 2000 abgeschlossen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten seitens offizieller Stellen kamen schließlich doch noch 500.000 Menschen zu den Gottesdiensten. 270.000 entschieden sich für Jesus.
Nigeria ist weiterhin Evangelisations-Schwerpunkt
Nachdem wir seit Oktober 1999 wieder nach Nigeria konnten, gab es mit 60 Evangelisationen in überwiegend nigerianischen Städten bis Ende 2007 einen wahren Siegeszug des Evangeliums. Einige Zahlen machen dies deutlich. Gesamtbesucher aller 60 Evangelisationen: 70,3 Millionen; Entscheidungen: 45,4 Millionen.
Der Einsatz in Ibadan mit insgesamt 3,9 Millionen Besuchern in 5 Tagen, 1,3 Millionen im Abschlussgottesdienst sowie 2.650.190 ausgefüllten Entscheidungskarten erwies sich nach Lagos als die bisher zweitgrößte CfaN-Evangelisation. Auch in der Ernte-Saison 2009/2010 bleibt Nigeria der Evangelisations-Schwerpunkt.
Das CfaN-Team
Evangelisationen dieser Größenordnung zu planen und durchzuführen ist sehr aufwändig. Schon Wochen vorher, ehe die Massen zusammenströmen, um das Evangelium zu hören, treffen hingegebene Männer und Frauen alle notwendigen Vorbereitungen, damit die Evangelisation starten kann. Zum Team gehören Menschen unterschiedlichster Herkunft und mit ganz verschiedenen Fähigkeiten. Nicht alle haben die Aufgabe, als Prediger und Evangelisten zu dienen. Da gibt es Elektriker, Sekretärinnen, Lastwagenfahrer, Computerfachleute und Videotechniker – um nur einige zu nennen. Jeder Einzelne trägt mit dazu bei, dass die Ernte an kostbaren Seelen in Afrika und auf der ganzen Welt eingebracht werden kann.
Aber auch das ist noch nicht alles: Über Fernsehen, Radio, Video, Tonkassetten sowie mit zeitgemäßen Kommunikationsmitteln, wie sie beispielsweise das Internet heutzutage bietet, werden viel mehr Menschen erreicht. Obwohl Afrika nach wie vor der Schwerpunkt der Mission von CfaN ist und bleibt, dienen Reinhard Bonnke und sein Team auch in zahlreichen anderen Ländern. Der Terminkalender ist prall gefüllt mit Daten und Orten auf der ganzen Welt.
Gebet
Jede Evangelisation beginnt mit intensivem Gebet. Ehe man sich für den Ort der nächsten Großevangelisation entscheidet, suchen Reinhard Bonnke, die CfaN-Leitung sowie die Evangelisations-Organisatoren gemeinsam das Angesicht des Herrn und lassen sich von ihm Weisung schenken. Steht dann ein bestimmter Ort fest, reist das Vorbereitungsteam dorthin. Vor Ort wird ein Komitee aus Pastoren und Leitern zusammengestellt, die gemeinsam mit ihren Gemeinden bei der Evangelisation mitarbeiten wollen. Wenige Wochen vor Beginn der Veranstaltungen besuchen weitere CfaN-Teammitglieder diese Gemeinden, um sie in der Fürbitte zu unterweisen und so bereits im Vorfeld eine Gebetsbasis für die Evangelisation zu schaffen. Aber auch während der Gottesdienste wird intensiv für einen siegreichen Durchbruch des Evangeliums gebetet. Reinhard Bonnke ist überzeugt, dass eine Evangelisation ohne permanente Gebetsbegleitung einer „Bombe ohne Zünder“ gleicht.
Die Nacharbeit
Ein untrennbarer Bestandteil jeder Evangelisation ist die Nacharbeit. Die Menschen, die das Evangelium akzeptiert haben, sollen in ihrem neu begonnenen Glaubensleben wachsen. Deshalb erhält jeder Neubekehrte das Büchlein „Now that you are Saved“ (auf Deutsch: „Für immer im Plus“). Diese Broschüren werden von CfaN in den jeweiligen Landessprachen bereitgestellt. Das Ziel ist jedem neuen Gläubigen in einer der mitarbeitenden Kirchen und Gemeinden eine geistliche Heimat zu vermitteln.
CfaN ist fest davon überzeugt, dass keine einzelne Person und kein noch so bevollmächtigter Dienst allein in der Lage ist, diese Generation für Jesus zu gewinnen. Das ist nur möglich, wenn ein millionenfaches Heer von geisterfüllten Kämpfern dafür bereitsteht. So ergab sich für CfaN die Notwendigkeit, einen weiteren Schwerpunkt darin zu setzen, andere zu ermutigen, dem Ruf Gottes zu folgen und ihr Leben in jeder Weise für andere einzusetzen. Dies geschieht vorwiegend während der Evangelisationen durch parallel laufende Seminare für Pastoren und geistliche Mitarbeiter in den so genannten „Feuerkonferenzen“.
Die europäischen Feuerkonferenzen
Das machtvolle Wirken Gottes in Afrika gab Christus für alle Nationen den Glauben an eine geistliche Erneuerung Europas. Geführt durch den Heiligen Geist richtete CfaN bisher sechs dieser Feuerkonferenzen aus, die das Ziel hatten, die Christen in Europa evangelistisch zu motivieren. Die Euro-Feuer ’87 in Frankfurt, Deutschland, und Euro-Feuer ’88 in Birmingham, England, waren Zeichen setzend für die Evangelisierung Europas. Die Feuerkonferenz im August 1990 in Lissabon, Portugal, wirkte nachhaltig auch über die Landesgrenzen hinweg.
Nach längerer Pause folgten dann weitere Feuerkonferenzen: 1999 in Böblingen, Deutschland, 2000 in Birmingham, England, und die FIRE 2004 in Karlsruhe, Deutschland, mit zahlreichen Teilnehmern aus Frankreich.
2007 fand eine große „Full Flame“-Feuerkonferenz mit bis zu 7.000 Teilnehmern in Stuttgart und im Juni 2008 eine in Paris statt. Dabei wurde das neuste Projekt von CfaN, die „Full Flame“-Filmserie, präsentiert. Finden Sie mehr Informationen zur Filmserie unter www.fullflame.net. 2009 fand zum ersten Mal eine Feuerkonferenz in Madrid (Spanien) statt. Dort wurde die Filmserie auf Spanisch vorgestellt.
Publikationen
CfaN kann nicht überall präsent sein. Da übernimmt das geschriebene Wort die Aufgabe der unbegrenzten Verbreitung des Evangeliums. Reinhard Bonnkes Buch „Wenn das Feuer fällt“ ist beispielsweise eine gute Handreichung für viele, die mehr über das Wirken des Heiligen Geistes erfahren und sich davon inspirieren lassen wollen. In vielen Teilen der Welt wird es Bibelschülern und Studenten kostenlos zur Verfügung gestellt. Millionen von Druckschriften werden im Auftrag von CfaN durch die ERP GmbH produziert und weltweit verteilt. Bis heute wurden insgesamt über 184 Millionen Bücher und Broschüren in mehr als 142 Sprachen übersetzt und gedruckt.
Vom Minus zum Plus
Im Jahr 1992 erhielt Reinhard Bonnke von Gott den zusätzlichen Auftrag, Teile der Welt mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen. Daraus entstand das Projekt „Vom Minus zum Plus“ mit dem Ziel, in Form eines Büchleins kirchenfernen Menschen das Evangelium ins Haus zu bringen.
Begonnen wurde mit dieser Aktion erstmals in der Karwoche 1994 auf den gesamten Britischen Inseln. Dabei wurden 25 Millionen Büchlein an alle britischen Haushalte versandt. 15.000 christliche Kirchen und Gemeinden aller Konfessionen beteiligten sich an der Mit- und Nacharbeit, die durch ein computerisiertes Betreuungsprogramm ermöglicht wurde.
In gleicher Weise wurde diese Aktion im September 1995 für 40 Millionen Haushalte in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der deutschsprachigen Schweiz durchgeführt. Bereits vier Wochen später waren knapp 30.000 Antworten im Frankfurter „Vom Minus zum Plus“-Büro eingegangen. Die Verteilaktion erstreckte sich weiter auf Dänemark, Schweden, Norwegen, Teile der USA und Kanada, Hongkong und Macau. Im Herbst 1999 wurden an die Haushalte in Finnland, auf den Färöer Inseln, in Island und in Grönland insgesamt 3,5 Millionen dieser Büchlein verteilt. Die internationale Gesamtauflage erreichte inzwischen 93 Millionen.
Generelles
Christus für alle Nationen ist als gemeinnütziger Verein in Solingen registriert. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Die europäische Missionszentrale von Christus für alle Nationen e.V. hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Darüber hinaus gibt es in Afrika, USA, Kanada, England und Singapur eigenständige CfaN-Büros. Es gibt sowohl fest angestellte als auch viele ehrenamtliche Mitarbeiter.

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