| Geist der Wahrheit |
| Geschrieben von: Daniel Kolenda |
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Geist der Wahrheit oder Geist der Verführung? In einem Bericht über seine Geistestaufe schrieb der amerikanische Erweckungsprediger Charles Finney (1792-1875): „Als ich hineinging und die Tür hinter mir schloss, schien es, als ob ich dem Herrn Jesus von Angesicht zu Angesicht begegnen würde. Weder damals noch in der Zeit danach verstand ich, dass es ein gänzlich geistlicher Zustand war … Er sagte nichts, aber schaute mich in einer Weise an, dass es mich vor seinen Füßen regelrecht niederriss … Ich fiel zu seinen Füßen nieder und schüttete meine Seele bei ihm aus. Ich weinte laut wie ein Kind und bekannte meine Sünden, so gut ich es mit meinen tränenerstickten Worten konnte. Es schien, dass ich seine Füße in meinen Tränen badete …“ Ich denke, das diese Beschreibung charakteristisch für eine echte Begegnung mit dem Heiligen Geist ist … unsere Liebe zum und unsere Offenbarung vom Sohn Gottes wird dadurch wachsen und zunehmen. Was denken wir über „Erweckungen“ und Konferenzen, die zwar das Wirken des Heiligen Geistes betonen, jedoch ohne das geringste Anzeichen einer Anerkennung Jesu sind? Manche singen Lieder über Herrlichkeit, Kraft, Salbung und erwähnen dabei niemals den Namen Jesus. Sie sprechen über Engel und Wunder, Visionen, übernatürliche Begegnungen und Erfahrungen im dritten Himmel, aber sie sprechen nie von Jesus. Wie kann das sein? Der Heilige Geist kommt nicht, um von sich selbst zu sprechen … er zeigt von sich aus weg und weist auf einen anderen hin – auf Jesus! Johannes 16,13-14 sagt uns: „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden … Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.“ Es ist unmöglich, eine echte Begegnung mit dem Heiligen Geist zu haben ohne eine Begegnung mit Jesus zu erleben. Falls du jemals so etwas miterlebst, sei sehr vorsichtig, denn es gibt viele Geister in dieser Welt, doch nur einen einzigen Heiligen Geist. In 1. Mose 24 lesen wir die Geschichte von Abraham, der seinen Knecht Elieser aussendet, damit er eine Frau für seinen Sohn Isaak findet. Es ist Elieser, der Isaak mit seiner Braut Rebekka zusammenbringt. Diese Begebenheit besitzt einen hohen symbolischen Gehalt. Abraham ist ein Typus für Gott den Vater. Isaak ist ein Typus für Jesus. Elieser ist ein Typus für den Heiligen Geist und Rebekka ist ein Typus für die Gemeinde. Man kann dieser Geschichte viele geistliche Wahrheiten entnehmen, doch es gibt eine, die mir geradezu ins Auge stach, als ich die Verse kürzlich wieder studierte. Obwohl Rebekka Isaak noch nie gesehen hatte, schien sie ihn von Herzen zu lieben. Sie entschloss sich, ihren Vater, ihre Mutter und ihre Familie hinter sich zu lassen um bei ihm zu sein. Sowie sie Isaak sah, sprang sie von ihrem Kamel und lief ihm entgegen. Als sie sich zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden gab es sofort eine tiefe Beziehung zwischen ihnen. Es gab keine Rendevouz, keine Brautwerbung, keine Abstimmungen für die Hochzeitsfeierlichkeiten oder ähnliches … sie gingen direkt in die Flitterwochen hinein. Wieso liebte Rebekka Isaak so sehr, obwohl sie ihn noch nie zuvor gesehen hatte? Ich denke, dass wir dafür Elieser verantwortlich machen können. Vom Augenblick an, in dem er Rebekka traf, begann er, von seinem Meister zu sprechen und schwärmte ihr gegenüber davon, wie wundervoll er ist, wie gutaussehend, freundlich und großartig. Auf der gesamten Rückreise ins Südland, dort auf dem Kamelrücken, erzählte er ihr von Isaak und beschrieb ihn detailliert. Rebekka war betört von dem, was sie über diesen wunderbaren Mann hörte und konnte gar nicht abwarten, ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüberzutreten. „Den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, über den ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt“ (1. Petrus 1,8) In 1. Mose 24,53 heißt es: Elieser „… holte silbernes Geschmeide und goldenes Geschmeide und Kleider hervor und gab sie der Rebekka …“ Die Geschenke, mit denen Elieser Rebekka überschüttete, sind Symbole für die Gaben des Heiligen Geistes. Sie waren nicht das Eigentum von Elieser, sondern gehörten Isaak und waren ein Zeichen seiner Liebe. Natürlich machten sie Rebekka begehrenswert, doch der eigentliche Zweck bestand darin, dass sie sich in ihren Bräutigam verlieben sollte – und es funktionierte. Wenn sich der Heilige Geist bewegt und die Gaben des Geistes im Einsatz sind, dann können wir erwarten, dass Menschen in eine tiefere Liebe zu Jesus hineingeführt werden. Aber denke einmal darüber nach, was gewesen wäre, wenn Elieser mit Rebekka geflirtet hätte und versucht hätte, sie mit seiner eigenen Ausstrahlung zu beeindrucken? Was, wenn Elieser ihr seine eigenen Geschenke überreicht und ihr von seinem eigenen Leben erzählt hätte um sie zu gewinnen? Was, wenn Rebekka dadurch betört worden wäre und sie sich in ihn, statt in Isaak verliebt hätte? Er wäre ein boshafter, verführerischer und untreuer Knecht gewesen. Paulus warnt uns, dass in den letzten Tagen verführerische Geister aktiv sein werden. Ein verführerischer Geist versucht, die Aufmerksamkeit von Jesus weg auf sich selbst zu lenken. Wo Menschen die Gaben mehr als den Bräutigam lieben, dort sind verführerische Geister am Werk. Wo Menschen die Manifestationen mehr als den „Mann“, den Herrn Jesus suchen, sind verführerische Geister aktiv. Wann immer ein Pastor oder Prediger versucht, die Salbung zu gebrauchen, um Leute zu sich selbst zu ziehen, ist er wie ein Brautführer, der am Hochzeitstag versucht, die Braut zu verführen. Das ist Verdorbenheit auf höchstem Niveau. Nichts verdeutlicht dies besser als der Bericht von Simon dem Zauberer. In Apostelgeschichte 8 lesen wir, dass er mit seinen Zauberkünsten die Menschen in Samaria erstaunt, verwirrt und geblendet hatte. Dann hörte er Philippus predigen, bekehrte sich und wurde sogar getauft. Es sah so aus, als ob sein altes Leben von Okkultismus und Zauberei der Vergangenheit angehörte. Doch als er sah, in welch großer Kraft Petrus und Johannes Zeichen und Wunder taten, erinnerte ihn dies daran, wie es gewesen war, als die Leute früher über ihn gesagt hatten: „Dieser ist die Kraft Gottes, die man die große nennt.“ (Apostelgeschichte 8,10b). Er begann die Kraft und die Ehrerbietung zu begehren, die man ihm früher entgegengebracht hatte. Er malte sich aus, welche Ehre ihm die Salbung des Heiligen Geistes bringen könnte und so bot er den Aposteln Geld an „und sagte: Gebt auch mir diese Macht, dass der, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt!“ (Apostelgeschichte 8,10b) Er hoffte, den Heiligen Geist dazu gebrauchen zu können, berühmter und geschäftlich erfolgreicher zu werden. Für ihn war die Kraft des Heiligen Geistes ein kommerzieller Gegenstand, den man als Investition erwerben konnte. Er hätte die Salbung für seine persönlichen Vorteile missbraucht. Kein Wunder, dass die Apostel ihn scharf in die Schranken wiesen: „Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du gemeint hast, dass die Gabe Gottes durch Geld zu erlangen sei!“ (Apostelgeschichte 8,20) Ein Diamantring am Finger einer verlobten Frau mag ihre Schönheit vergrößern, doch er ist niemals dazu gedacht, sie für andere Liebhaber attraktiv zu machen. Im Gegenteil. Er macht allen anderen Freiern bewusst, dass es einen gibt, der ihn ihr ansteckte. Der Ring macht sie attraktiv, aber er weist auf den Bräutigam hin. In ganz ähnlicher Weise kommt der Heilige Geist, um uns Christus zu offenbaren, auf ihn hinzuweisen und ihn zu erheben. Die Salbung mag angenehm und attraktiv für jedermann um uns herum sein … sie kann uns sogar gut aussehen lassen, aber sie ist immer gegeben, um Menschen auf Jesus hinzuweisen und nicht auf uns selbst. Wenn Personen die Salbung gebrauchen, um sich selbst Ehre zufließen zu lassen, dann ist dies Zauberei, Verführung und Missbrauch. In diesen letzten Tagen mit mächtigen Ausgießungen des Heiligen Geistes, müssen wir uns vor verführerischen Geistern in Acht nehmen, die versuchen, die Aufmerksamkeit von Jesus wegzuziehen. Jedes Mal, wenn Jesus nicht der zentrale Blickpunkt und das entscheidende Hauptaugenmerk ist, das absolut Herausragende und das uneingeschränkt Wichtigste – Pass auf! Der Heilige Geist hat mit so etwas nichts zu tun! Der Heilige Geist wird immer über Jesus sprechen, Jesus offenbaren, Jesus erheben, Jesus fördern und Jesus verherrlichen … nichts anderes und nichts weniger als allein JESUS! “Wenn der Beistand gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird der von mir zeugen.“ (Johannes 15,26) |
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